Jung von Matt Ableger Alster und Next werden verschmolzen

Donnerstag, 05. Januar 2017
Vorstand Thomas Strerath will die JvM-Gruppe schlagkräftiger machen
Vorstand Thomas Strerath will die JvM-Gruppe schlagkräftiger machen
© Olaf Ballnus
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Organisatorische Veränderungen sind nichts, worüber eine stark auf das Produkt ausgerichtete Agentur wie Jung von Matt gerne redet. Gleichwohl muss auch sie die Voraussetzungen dafür schaffen, dass ihre Mitarbeiter das bestmögliche Ergebnis abliefern können. Entsprechende Weichenstellungen hat die Hamburger Agenturgruppe jetzt vorgenommen.
Das geht aus einem unscheinbar wirkenden Handelsregister-Eintrag vom 29. Dezember 2016 hervor, der eine "Betriebsführungsvereinbarung" zwischen den Ablegern JvM/Alster und JvM/Next ankündigt. Vorstand Thomas Strerath versucht, das Thema so niedrig wie möglich zu hängen: "Das sind langweilige interne Details. Wir wollen ja kein deutsches Droga 5 oder Ähnliches sein, sondern immer nur das beste Jung von Matt, das man sein kann. Dazu verbessern wir Prozesse, Tools, Ausstattung, Räume und auch mal die Organisation. Entscheidend sind die Menschen und das Produkt." Die aktuelle Veränderung sieht vor, dass Alster und Next künftig formal leichter zusammenarbeiten können, beispielsweise für den Kunden BMW, den beide betreuen. Durch die Betriebsführungsvereinbarung werden die organisatorischen und gesellschaftsrechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass dies reibungsloser geht. Anders als zunächst erwartet, werden die beiden bislang eigenständigen Agenturtöchter sogar verschmolzen. Das bestätigt eine JvM-Sprecherin. Die fusionierte Agentur beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter und tritt künftig unter dem Namen JvM/Next Alster auf. Auch die Geschäftsführung wird in der bestehenden Besetzung zusammengelegt.

Allerdings verabschiedet sich Jung von Matt nicht grundsätzlich von starken Einzeleinheiten – inzwischen gern auch Silos genannt. Wo sie Sinn ergeben, will man weiter an ihnen festhalten und bei Bedarf für spezielle Themen sogar neue gründen. Trotzdem greifen die aktuellen Maßnahmen in den genetischen Code der Gruppe ein. Denn eigentlich sind die JvM-Agenturen auf Wettbewerb getrimmt, auch untereinander. Jetzt sollen sie lernen, wo erforderlich, zu kooperieren. Das Motto dafür lautet: "Ein Jung von Matt". Dahinter steht die Erkenntnis, dass die bisherige Organisationslogik nach Etats an ihre Grenzen stößt, weil immer mehr Aufgaben als übergreifendes Projekt vergeben und entsprechend gesteuert werden müssen. Um das zu erleichtern, hat die Agentur beispielsweise alle internen Systeme auf SAP umgestellt. mam
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