Joint Venture Scholz & Friends kooperiert mit Possible

Montag, 31. Juli 2017
Machen gemeinsame Sache: Conrad Caine von Possible (l.) und Scholz & Friends-Chef Frank-Michael Schmidt
Machen gemeinsame Sache: Conrad Caine von Possible (l.) und Scholz & Friends-Chef Frank-Michael Schmidt
© Andreas Wemheuer
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Scholz & Friends WPP Wunderman GKK Frank-Michael Schmidt


Erst vor kurzem wurde bekannt, dass die Digitalagentur Possible Worldwide auf internationaler Ebene bei Wunderman andockt. Im deutschen Markt kommt jetzt eine ganz andere Agentur aus dem WPP-Reich als Partner für ein Joint Venture ins Spiel: Scholz & Friends. Zusammen starten sie ein Angebot, dass Kreation und Technologie zusammenbringen soll. Damit will die Opel-Agentur ihre Digitalkompetenz stärken und Possible in München sein Know-how in Sachen Markenführung und Kreation.

Das gemeinsame Angebot geht unter dem Namen "Scholz & Friends Possible" in den Markt. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine neue Firma, sondern um eine Kooperation im Rahmen der bestehenden gesellschaftsrechtlichen Einheiten, die beide zu WPP gehören. Erste Projekte, unter anderem für die Landesbank Baden-Württemberg, werden bereits gemeinsam bearbeitet. Weitere Kunden sind an Bord, dürfen aber noch nicht genannt werden. Auch die Scholz & Friends-Schwester GKK kooperiert im Rahmen des Joint Ventures mit Possible.

Ziel der Zusammenarbeit ist es, durch die digitalen Angebote von Possible stärker als bislang die Brücke von der Kommunikation zum Abverkauf zu schlagen. Auf der anderen Seite will Possible seinen Kunden zusätzliche Leistungen im Bereich Markenführung zur Verfügung stellen. Die Kooperation erfolgt in flexiblen Team an den Standorten der Agenturpartner in Hamburg, Berlin, Düsseldorf und München. "Scholz & Friends Possible steht für die strategische Erweiterung der Digitalkompetenz unserer Gruppe. Wir werden damit für unsere Kunden den Weg von Aufmerksamkeit zum Abverkauf deutlich verkürzen", verspricht Scholz & Friends-Chef Frank-Michael Schmidt.

Bemerkenswert ist, dass Possible erst vor kurzem auf internationaler Ebene bei der WPP-Schwesteragentur Wunderman integriert wurde. Die jetzt in Deutschland verkündete Zusammenarbeit mit Scholz & Friends wurde aber offenbar schon vorher vereinbart - mit Einverständnis der weltweiten Wunderman-Führung. "Unser Standort in Deutschland spielt für uns eine strategisch zentrale Rolle. Als eine der erfolgreichsten deutschen Kreativagenturen ist Scholz & Friends der perfekte Partner, um unsere Kunden künftig noch besser auch außerhalb der digitalen Medien unterstützen zu können", sagt Darin Bown, Europachef von Possible.

Das Netzwerk ist seit Anfang vorigen Jahres im deutschen Markt vertreten - durch die Übernahme der Münchner Agentur Conrad Caine. Deren gleichnamiger CEO und sein Geschäftspartner Christoph Bauhofer verkauften damals 60 Prozent der Anteile an die WPP-Tochter. Die Agentur verfügt auch über Backend-Standorte in Brasilien und Argentinien. Zum Zeitpunkt des Verkaufs beschäftigte Conrad Caine rund 140 Mitarbeiter. mam  
    

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