Jahresbilanzen Interpublic schneidet besser, Omnicom schwächer ab als erwartet

Donnerstag, 15. Februar 2018
Interpublic-Chef Michael A. Roth überrascht die Kapitalmärkte
Interpublic-Chef Michael A. Roth überrascht die Kapitalmärkte
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Mit Interpublic und Omnicom haben nach Publicis zwei weitere internationale Werbekonzerne ihre Jahresbilanzen 2017 präsentiert. Dabei hat Interpublic, Muttergesellschaft von Agenturen wie McCann, FCB und Initiative, besser abgeschnitten als von den Kapitalmärkten erwartet. Omnicom, Holding von Netzwerken wie BBDO, DDB und OMD, bleibt dagegen unter den Erwartungen.
Interpublic erzielte im Gesamtjahr 2017 einen organischen Zuwachs von 1,8 Prozent auf 7,88 Milliarden US-Dollar (6,36 Milliarden Euro). Zieht man die durchlaufenden Umsätze ab, reduziert sich das Umsatzplus auf 1,6 Prozent. Die Marge beträgt 12,4 Prozent. Gut entwickelt hat sich vor allem das Geschäft in Kontinentaleuropa. Hier verbucht Interpublic ein Umsatzwachstum von 7,9 Prozent (6,6 Prozent ohne durchlaufende Posten). In den USA liegt das Plus bei 3,7 Prozent (2,5 Prozent). Für das Jahr 2018 gibt sich Konzernchef Michael Roth positiv und rechnet mit einem Wachstum von 2 bis 3 Prozent. Die Börse reagierte positiv auf die Zahlen. Der Aktienkurs von Interpublic stieg nach Veröffentlichung der Bilanz um 10 Prozent. Weniger gut lesen sich dagegen die Zahlen von Wettbewerber Omnicom. Die US-Holding ist hinter Marktführer WPP und vor der französischen Publicis-Gruppe die Nummer 2 der Branche. Omnicom meldet für das Jahr 2017 einen Umsatzrückgang von 0,9 Prozent auf 15,27 Milliarden US-Dollar (12,33 Milliarden Euro). Das organische Wachstum liegt bei 3 Prozent. Während der Werbekonzern den Umsatz im 4. Quartal in den Euro-Märkten und im restlichen Europa um mehr als 8 Prozent steigern konnte, verlor die Gruppe in den USA und in Großbritannien zuletzt 0,8 bzw. 0,7 Prozent ihrer Umsätze. Für das Gesamtjahr ergibt sich in den Euro-Märkten ein Plus von 8 Prozent, in den USA und Großbritannien liegt die Zuwachsrate bei 0,6 beziehungsweise 5,1 Prozent. mam
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