J. Walter Thompson Germany Bernd Adams steigt zum Deutschland-COO auf

Mittwoch, 29. Juli 2015
Bernd Adams soll J. Walter Thompson zu Wachstum verhelfen
Bernd Adams soll J. Walter Thompson zu Wachstum verhelfen
Foto: J. Walter Thompson

Über die Zukunft von J. Walter Thompson in Deutschland wurde in der Vergangenheit viel spekuliert. Jetzt steht zumindest fest, dass die Agentur, die in den letzten Jahren stark an Attraktivität verloren hat, eine neue Struktur bekommt: Bernd Adams, zuletzt Managing Director für den Standort Frankfurt, übernimmt gruppenübergreifende Aufgaben.
Als Chief Operating Officer (COO) ist der 53-Jährige ab sofort für die J. Walter Thompson Group Germany verantwortlich, zu der die Niederlassungen in Frankfurt und Düsseldorf sowie RMG Connect in Stuttgart gehören. Adams wird an den in London angesiedelten Jean-Louis Roché, Regional Director von J. Walter Thompson Europe, berichten. Durch seine Beförderung soll der Weg für Wachstum geebnet werden – das betrifft sowohl den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen als auch die Akquise von neuen Auftraggebern, erklärt Adams. "Im Augenblick laufen ein paar Pitches. Ich hoffe, dass sich da einiges tut." Bei den Expansionsplänen wird er von einem standortübergreifenden Kreativverantwortlichen und einem Planningchef unterstützt. Wer diese Positionen übernehmen wird, steht noch nicht endgültig fest. Eine Entscheidung soll aber noch im August getroffen und verkündet werden.
„Es gibt keine Berührungspunkte zwischen J. Walter Thompson Germany und der Hirschen-Gruppe. Wir haben operativ nichts miteinander zu tun.“
Bernd Adams
Unberührt von den Veränderungen bleibt das Management in Düsseldorf, wo unter anderem das für Mazda verantwortliche Team Cosmo angesiedelt ist. Dieses wird weiterhin von Stef Tiratelli geleitet.

Zuletzt gab es Spekulationen, dass der Chef der Hirschen Group Martin Blach stärkeren Einfluss auf die Agentur nehmen könnte. Im Juni wurde nämlich bekannt, dass die globale J. Walter Thompson Company, die zu WPP gehört, 49 Prozent der Hirschen Group übernimmt. Adams weist solche Mutmaßungen zurück: "Es gibt keine Berührungspunkte zwischen J. Walter Thompson Germany und der Hirschen-Gruppe. Wir haben operativ nichts miteinander zu tun." bu
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