Interpublic McCann-Holding legt gute Zahlen vor, aber Europa bleibt das Sorgenkind

Montag, 16. Februar 2015
CEO Michael Roth ist zufrieden mit der Bilanz 2014
CEO Michael Roth ist zufrieden mit der Bilanz 2014
Foto: Interpublic
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Interpublic McCann Michael Roth


Die US-Werbeholding Interpublic blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurück. Der Mutterkonzern von Agenturen wie McCann, FCB, Lowe, Weber-Shandwick und des Mediaagenturverbunds Mediabrands meldet ein organisches Wachstum von 5,5 Prozent auf 7,54 Milliarden US-Dollar (6,61 Milliarden Euro). Die Marge erhöhte sich von 9,3 auf 10,5 Prozent, bleibt aber immer noch hinter den Raten der Wettbewerber zurück.
"Wir sind froh über unsere starken Zahlen für 2014, die unsere Fortschritte im Markt widerspiegeln", sagt CEO Michael Roth. Ziel bleibe es, die Marge auf voll wettbewerbsfähige 13 Prozent zu erhöhen. Für das laufende Geschäftsjahr peilt Interpublic ein Umsatzplus von 3 bis 4 Prozent an - trotz makroökonomischer Unsicherheiten wie der Währungssituation sowie der schwierigen Lage in Europa. In Kontinentaleuropa - hier erzielt die Holding rund 11 Prozent ihres Gesamtumsatzes - gab es auch 2014 Umsätzrückgänge. Hier beträgt das Minus 1,3 Prozent, im Schlussquartal waren es sogar mehr als 4 Prozent. Am besten hat sich das Geschäft in Lateinamerika (plus 10,8 Prozent) und Großbritannien (plus 10,6 Prozent) entwickelt. Im Heimatmarkt USA verzeichnet Interpublic einen Umsatzzuwachs von 4,7 Prozent.

Bei einer Telefonkonferenz zur Bilanz 2014 schloss Roth weitere Umstrukturierungen in der Gruppe nicht aus. "Wir suchen nach Effizienzen", sagte der CEO auf die Frage, ob es Überlegungen gibt, Agenturen zu konsolidieren. Unklar ist darüber hinaus, welche Pläne der Finanzinvestor Elliott Management hat. Der Hedgefonds war im vorigen Jahr als Aktionär bei Interpublic eingestiegen. Seitdem keimen immer wieder Gerüchte auf, Elliott dränge auf einen Verkauf der Holding. mam
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