Nach 22 Jahren Gründungspartner Nils Gallun verlässt GGH MullenLowe

Montag, 26. September 2016
Geht von Bord: Nils Gallun
Geht von Bord: Nils Gallun
Foto: GGH Lowe

Bei GGH MullenLowe geht eine Ära zuende. Gründungspartner und CCO Nils Gallun scheidet Ende 2016 aus - nach 22 Jahren in der Geschäftsführung. Gallun, der die Hamburger Kreativagentur 1994 mit dem heutigen CEO Benedikt Holtappels gegründet hatte,  bleibt als Gesellschafter an Bord. Gleichwohl steht der Agentur nun ein struktureller Umbau bevor.
Als Grund für den Ausstieg Galluns wird der Wunsch des Agenturgründers genannt, sich nach fast 30 Jahren in der Werbung noch einmal neu zu orientieren. "Als Bene und ich uns 1994 selbstständig gemacht haben, konnten wir nur davon träumen, irgendwann einen großen Etat zu betreuen. Jetzt sind wir die Agentur, von der wir mal geträumt haben. Das macht mich unheimlich stolz. Aber ich verspüre einen Drang, noch mal was Neues auszuprobieren. Vielleicht auch außerhalb der Werbung", sagt Gallun, der offenbar noch keine konkreten Pläne hat.
GGH Lowe
Bild: GGH Lowe Mullen

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Auf das Ausscheiden Galluns reagiert GGH MullenLowe mit einem Umbau. So soll die in Hamburg, Frankfurt und München ansässige Agenturgruppe eine neue Struktur erhalten. Eine Schlüsselposition wird Florian Grimm einnehmen, der wie Gallun bereits länger Chief Creative Officer der Agentur ist. Das Team Grimms, der 2005 zu GGH stieß, soll die Aufgaben von Gallun übernehmen und mehr Verantwortung erhalten.

„Ich bin natürlich unendlich traurig, dass mein Partner Nils Gallun, mit dem ich den Grundstein für GGH MullenLowe gelegt habe, die Agentur verlässt. Seine Besonnenheit, sein Weitblick und Kompetenz werden uns fehlen. Ich bin froh, dass er mir aber als Freund erhalten bleibt und wünsche ihm alles erdenklich Gute für seine Zukunft“, kommentiert Agenturchef Benedikt Holtappels die Entscheidung seines Kompagnons.

GGH MullenLowe hat zwei bewegte Jahre hinter sich. Die Agentur, die vor zwei Jahren noch unter Grimm Gallun Holtappels firmierte, hatte sich 2014 nach der Übernahme durch die Interpublic-Tochter Lowe + Partners zunächst in GGH Lowe umbenannt. Anfang 2016 folgte eine erneute Umfirmierung in GGH Mullen Lowe. Zudem kündigte die Agentur, die aktuell für Kunden wie Eon, Fielmann, Ikea, Seat und Unilever arbeitet, den Einstieg ins PR-Geschäft anmas
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