Hidden Heroes Whitevoid - kreative Lichtkünste aus Bits und Bytes

Montag, 20. Juli 2015
Whitevoid-Gründer Christopher Bauder realisiert Lichtkunst und Design
Whitevoid-Gründer Christopher Bauder realisiert Lichtkunst und Design
Foto: Whitevoid

Nach 27 Kilometer und Studio206 folgt heute der dritte Teil der kleinen HORIZONT-Serie über die noch eher unbekannten Macher hinter den deutschen Goldarbeiten in Cannes. Diesmal im Porträt: die Berliner Agentur Whitevoid, die die Installation "Lichtgrenze" kreiert hat.
Gleich mit ihrer ersten Einreichung bei den Cannes Lions überhaupt hat Whitevoid gepunktet. Schon beim ADC holte die Arbeit überraschenderweise den Grand Prix. Die Installation "Lichtgrenze" aus 8000 Ballons eroberte die Herzen der Designjuroren im Sturm. Daher ließ es sich Whitevoid-Geschäftsführer Christopher Bauder nicht nehmen, gemeinsam mit Projektleiter Philipp Rasehorn die insgesamt drei Statuetten stellvertretend für die gesamte Mannschaft der Berliner Agentur persönlich abzuholen. Den Erfolg begossen die beiden zunächst gebührend vor Ort. Anschließend feierten sie mit ihrem Team in den Agenturräumen, die sich in einem Altbau in Prenzlauer Berg befinden. "Lichtgrenze" hat sich Bauder zusammen mit seinem ein Jahr jüngeren Bruder Marc ausgedacht und realisiert. Die beiden stammen vom Bodensee. Regisseur Marc gehört die Produktionsfirma Bauderfilm, die er 1999 zusammen mit Dörte Franke gegründet hatte.
„Der Fokus unserer Arbeiten liegt auf der Übersetzung von Bits und Bytes in den realen Raum und umgekehrt.“
Christopher Bauder, Whitevoid
Whitevoid – das ist Lichtkunst und Design aus der deutschen Hauptstadt. Das 2004 von Bauder (Jahrgang 1973) direkt nach dessen Studium der Visuellen Kommunikation und Experimentellen Mediengestaltung an der Universität der Künste in Berlin gegründete Unternehmen arbeitet an der Schnittstelle von Kunst, Design und Technologie. Das 20-köpfige Team besteht aus Spezialisten für Interaktions-, Medien- und Produktionsdesign, aber auch aus Profis der Innenarchitektur, Elektrotechnik und dem Maschinenbau.

Kinetische Lichtinstallation in Dubai
Kinetische Lichtinstallation in Dubai (Bild: Whitevoid)
"Der Fokus unserer Arbeiten liegt auf der Übersetzung von Bits und Bytes in den realen Raum und umgekehrt", so Bauder. Raum, Objekt, Klang und Interaktion seien die Schlüsselelemente aller Projekte. Die interaktiven Installationen – beispielsweise für Vodafone, Renault und Hyundai – sind weltweit in Museen, auf Ausstellungen, Messen, Festivals und Konzerten zu sehen. Permanent präsent ist eine ihrer Arbeiten in Dubai: Dort machen 200 kinetische LED-Lampen über der Außenterrasse des Luxusrestaurants Reign in den Emirates Financial Towers den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. jm

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