Heimat FDP wirbt in Meck-Pomm mit Ausländerangst der AfD

Mittwoch, 24. August 2016
Cécile Bonnet-Weidhofer ist Spitzenkandidatin der FDP in Mecklenburg-Vorpommern
Cécile Bonnet-Weidhofer ist Spitzenkandidatin der FDP in Mecklenburg-Vorpommern
Foto: FDP

Am 4. September stehen die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern an. Die dortige FDP-Fraktion bringt sich nun mit einer Anti-AfD-Kampagne in Stellung. Galionsfigur der von Heimat kreierten Kampagne ist die gebürtige Französin und FDP-Spitzenkandidatin Cécile Bonnet-Weidhofer.
Die aufmerksamkeitsstärksten Maßnahmen der Kampagne sind zwei Motive, auf denen die FDP vor allem der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland Kontra gibt: "Wenn die AfD schon im Landtag sitzt, dann wenigstens neben einer Ausländerin", heißt es da beispielsweise. Die 33-jährige Bonnet-Weidhofer besitzt neben der französischen seit drei Jahren allerdings auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Ein weiteres Motiv beinhaltet den Satz: "Trump, Erdogan, AfD. Nur eins können Sie verhindern." Die Motive sind weitere Bausteine der übergeordneten Kampagne für die Landtagswahl, die unter der Motto "Das junge MV" steht. Dazu gehörte auch bereits die Aktion "Kann diese Ausländerin mehr Fans haben als die AfD?" mit der entsprechenden Facebook-Seite. "Die klare Abgrenzung zur AfD über die veschiedenen Medien hinweg zeigt deutlich: Gerade jetzt sind Optimusmus und Mut so wichtig wie nie", heißt es in einer Mitteilung der zuständigen Werbeagentur Heimat.
(Bild: FDP)
Trotzdem bleibt die Frage, inwieweit sich die AfD vom Auftritt der jungen FDP-Spitzenkandidatin aus der Reserve locken lässt. Die umstrittene Partei verwendet für ihre Stimmungsmache in der Regel eine stramm antiislamische Rhetorik, mit Kritik an der Kultur anderer westeuropäischer Nationen ist sie bislang jedenfalls nicht aufgefallen. ire
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