Hamburg 2024 Mit diesem Logo von Mutabor wäre Hamburg ins Olympia-Rennen gegangen

Montag, 07. Dezember 2015
Mit diesem Logo hätte sich Hamburg um die Olympischen Spiele 2024 beworben
Mit diesem Logo hätte sich Hamburg um die Olympischen Spiele 2024 beworben
Foto: Mutabor / Lizensiert über The Marmalade GmbH & Co. KG

Die Hamburger haben bekanntlich gegen eine Bewerbung ihrer Stadt für die Olympischen Spiele 2024 gestimmt. Damit kommt auch das Logo nicht zum Einsatz, das Mutabor pro bono für die Bewerbung entwickelt hatte. Dennoch macht die Hamburger Agentur ihr Konzept nun öffentlich und erklärt, was es damit auf sich hat.
In dem Logo sollten sich vor allem die Themen "Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung", "Integration" und "Spiele am Wasser" widerspiegeln, wie es in einer Mutabor-Mitteilung heißt. Die Lösung der Agentur: Das in einem dreimonatigen Prozess entwickelte Logo zeigt einen Wasserspiegel, der die olympischen Farben reflektiert. Das Bild ebne Unterschiede ein und lasse Hautfarbe, Geschlecht, Religion und sogar Handicaps ineinanderfließen, wie die Kreativen erläutern. Das Corporate Design greift das Wassermotiv auf, indem es in allen Anwendungsbereichen zum Einsatz kommt. Dazu gehört auch die Typografie: Die von Mutabor-Designer Jonas Becker entwickelte Schriftfamilie Baltic wurde von der Architektur der Hamburger Hafencity inspiriert, die auch einer der zentralen Olympia-Schauplätze in Hamburg gewesen wäre.
Mit diesem Logo hätte sich Hamburg um die Olympischen Spiele 2024 beworben
Mit diesem Logo hätte sich Hamburg um die Olympischen Spiele 2024 beworben (Bild: Mutabor / Lizensiert über The Marmalade GmbH & Co. KG)
Logo und Corporate Design wurden in einem mehrstufigen Abstimmungsprozess vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), dem Bundesministerium des Inneren, der Stadt Hamburg, der Handelskammer Hamburg, der Stadt Kiel, dem Land Schleswig-Holstein und der Bewerbungsgesellschaft offiziell ausgewählt. Der Ausgang des Referendums am 29. November, bei dem sich die Olympia-Gegner knapp durchsetzten, machte letztlich allen Plänen einen Strich durch die Rechnung. Vergangene Woche wären die Designs offiziell vorgestellt worden - auch der entsprechende Imagefilm (Produktion: The Marmalade, Hamburg) war bereits fertig (siehe Video unten).

Mutabor-Gründer Heinrich Paravicini ist dennoch stolz auf die Arbeit: "Für uns war es zugleich hanseatische Pflicht und leidenschaftliche Aufgabe, dieses Projekt anzugehen. Wir hätten die Arbeit von 4 Monaten Teamwork gerne der Bewerbungsgesellschaft Hamburg 2024, der Stadt Hamburg und dem DOSB überreicht, blicken nun aber trotzdem auf eine tolle kreative und sportliche Zeit zurück."
Im Vorfeld des Referendums hatte Hamburg mit einer Kampagne um die Gunst der Bürger geworben. Der Auftritt "Feuer und Flamme für Hamburg" wurde von einem Zusammenschluss Hamburger Werbeagenturen - darunter - Jung von Matt, Kolle Rebbe und Fischer-Appelt - ausgearbeitet und kurz vor dem Referendum weiterentwickelt. Für die Bewerbungsphase hätte die Hansestadt das Logo der Bürgerkampagne - eine stilisierte olympische Fackel - aber nicht nutzen dürfen. Grund: Die Nutzung der Olympischen Flamme ist Bewerberstädten vom Internationalen Olympische Komitee (IOC) untersagt worden. ire

Weitere Motive:

  • Auch Poster- und Plakatentwürfe hat Mutabor gestaltet
    Auch Poster- und Plakatentwürfe hat Mutabor gestaltet (Bild: Mutabor / Lizensiert über The Marmalade GmbH & Co. KG)
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    (Bild: Mutabor / Lizensiert über The Marmalade GmbH & Co. KG)
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    (Bild: Mutabor / Lizensiert über The Marmalade GmbH & Co. KG)
  • Dieses Logo wird nie zum Einsatz kommen
    Dieses Logo wird nie zum Einsatz kommen (Bild: Mutabor / Lizensiert über The Marmalade GmbH & Co. KG)
  • So hätte die Website aussehen können
    So hätte die Website aussehen können (Bild: Mutabor / Lizensiert über The Marmalade GmbH & Co. KG)
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