Halbjahreszahlen BMW-Verlust belastet Syzygy

Dienstag, 08. August 2017
Syzygy-Chef Lars Lehne
Syzygy-Chef Lars Lehne
Foto: Rainar von Wienkowski
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Der Verlust des Plattform-Etats von BMW bei der Agentur Hi-Res macht sich in den Büchern der Muttergesellschaft Syzygy bemerkbar. Die börsennotierte WPP-Tochter verliert in den ersten sechs Monaten des Jahres 2 Prozent ihrer Umsätze. Das Neugeschäft konnte das von BMW gerissene Loch bislang also nicht schließen. Die von CEO Lars Lehne geführte Gruppe geht aber davon aus, dass man bis zum Jahresende den Umsatz wieder steigern wird.
Der Umsatz im 1. Halbjahr ging auf 30,28 Millionen Euro zurück. Auch das Ergebnis schrumpfte. Das Ebit (Gewinn vor Steuern und Zinsen) verringerte sich um 29 Prozent auf 2,1 Millionen Euro. Die Ebit-Marge sank von 9,6 auf 7,0 Prozent. Für die schwächeren Zahlen macht das Unternehmen auch "erhebliche Restrukturierungskosten" verantwortlich. Trotz des BMW-Verlusts bei Hi-Res erzielt Syzygy den Löwenanteil seiner Umsätze (29 Prozent) nach wie vor mit Kunden aus der Automobilbranche. Im Vorjahreszeitraum waren es allerdings noch 5 Prozentpunkte mehr. Dahinter folgen Konsumgüter (27 Prozent) sowie Telekommunikation/IT und Finanzdienstleistung mit je 11 Prozent.
Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich zum Stichtag 30. Juni um rund 10 Prozent auf 602. Der Anstieg hängt hauptsächlich mit der Übernahme der auf Performance Marketing spezialisierten Agentur Catbird Seat zusammen. An ihr hat sich Syzygy Anfang Juni mehrheitlich beteiligt. Die Gruppe sieht trotz der schwächeren Halbjahreszahlen weiterhin "sehr gute Rahmenbedingungen" für weiteres Wachstum und hält an ihrer Prognose fest, die Umsätze im laufenden Geschäftsjahr leicht steigern zu können. mam
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