Halbjahresbilanz WPP wächst, warnt aber vor Risiken in Russland

Dienstag, 26. August 2014
WPP-Chef Martin Sorrell kann sich über gute Zahlen freuen (Foto: Getty Images/Cannes Lions)
WPP-Chef Martin Sorrell kann sich über gute Zahlen freuen (Foto: Getty Images/Cannes Lions)
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WPP Ogilvy & Mather Group M Halbjahresbilanz


Die weltweit größte Werbeholding WPP hat ihren Umsatz erneut steigern können. Die Muttergesellschaft von Agenturen wie Ogilvy & Mather, Grey, JWT, Y&R und dem Mediaagenturverbund Group M erreicht im 1. Halbjahr einen Umsatz von 5,47 Milliarden britischen Pfund (6,66 Milliarden Euro). Das entspricht einem Plus von 2,7 Prozent. Betrachtet man den Nettoumsatz - bereinigt um Zukäufe, Währungsschwankungen und andere Sonderfaktoren - ergibt sich sogar ein Plus von 4,1 Prozent.
Besonders gut liefen die Geschäfte von WPP im 2. Quartal. Hier liegt das Umsatzplus bei über 10 Prozent, organisch bei 4,4 Prozent. Auf regionaler Basis und um Sonderfaktoren bereinigt stieg der Nettoumsatz am stärksten in Großbritannien (plus 6,9 Prozent). Im übrigen Westeuropa liegt der Zuwachs bei 0,6 Prozent. Während sich Märkte wie Frankreich, Griechenland, Portugal und Spanien verbessert haben, hat sich das Wachstum in Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und Italien etwas abgeschwächt. Bei den Disziplinen hat sich der Bereich Werbung und Media mit einem bereinigten Plus von 5,9 Prozent am besten entwickelt.
Zu schaffen macht der Gruppe die Stärke des britischen Pfunds im Vergleich zum US-Dollar, dem Euro und den Währungen in den Wachstumsmärkten. Betrachtet man die WPP-Bilanz auf Euro-Basis, liegt das Umsatzplus bei 6,5 Prozent. Der Gewinn fällt mit 532 Millionen Pfund (668 Millionen Euro) um 1,5 Prozent höher aus als im Vorjahreszeitraum. Damit hat WPP die Erwartungen von Experten übertroffen. Die operative Marge konnte um 0,3 Punkte auf 13 Prozent gesteigert werden. Nach Vorlage der Halbjahreszahlen kletterte der Aktienkurs der Holding um knapp 2 Prozent.


Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres gibt sich das Unternehmen optimistisch und erhöht seine Prognose für den Umsatzzuwachs von 3 auf nunmehr "über 3 Prozent". Allerdings weist CEO Martin Sorrell auch auf Risiken hin. Neben den bereits seit längerem von ihm erwähnten Faktoren wie den Problemen in der Eurozone, der fragilen Sitaution im Mittleren Osten sowie den Unsicherheiten über das Wirtschaftswachstum in China sowie das US-Haushaltsdefizit erwähnt er nun ausdrücklich auch die Krise in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland.

Die Zahlen von WPP fallen besser aus als die der Konkurrenz. Vor allem die französische Publicis-Holding hatte mit ihren Halbjahreszahlen enttäuscht. Die kompletten Zahlen für die ersten sechs Monate von WPP finden Sie hier. mam
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