Halbjahresbilanz WPP legt weiter zu / Sorrell sieht Probleme für Free-TV

Donnerstag, 29. August 2013
WPP-Chef Martin Sorrell (Foto: WPP)
WPP-Chef Martin Sorrell (Foto: WPP)

Die bis zur geplanten Fusion von Omnicom und Publicis weltgrößte Werbeholding WPP kann das Geschäft weiter ausbauen. Laut der heute präsentierten Halbjahresbilanz legt der Konzern beim Umsatz - bereinigt um Zukäufe und Währungseffekte - um 2,4 Prozent auf 5,32 Milliarden britische Pfund (6,18 Milliarden Euro) zu. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern erhöhte sich um rund 12 Prozent auf 637 Millionen Pfund. Das größte Wachstum in den ersten sechs Monaten des Jahres verbucht die Gruppe in Regionen wie Asia Pacific, Lateinamerika Afrika & Mittlerer Osten sowie Zentral- und Osteuropa. Hier liegt das Plus bei 6,4 Prozent. Auch in Großbritannien kann WPP kräftig zulegen, um 4,6 Prozent. Deutlich schwächer fällt das Plus in Nordamerika aus. Hier stiegen die Umsätze um 0,8 Prozent, wobei das 2. Quartal wesentlich besser ausgefallen ist als die ersten drei Monate, in denen man Umsatzrückgänge verzeichnete.

Sorgenkind bleibt die Region Western Continental Europe. Hier gingen die Umsätze von Januar bis Juni um ein Prozent zurück. Besonders schwierig ist die Lage in Südeuropa und in Frankreich. Gute Geschäfte macht WPP eigenen Angaben zufolge dagegen in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und in der Türkei. In Bezug auf die einzelnen Disziplinen schneidet einmal mehr der Bereich Werbung und Media am besten ab. Hier liegt das Plus im 1. Halbjahr bei 4,3 Prozent (ohne Zukäufe und Währungseffekte). Weniger gut läuft der Bereich Public Relations und Public Affairs. Hier muss WPP ein Minus von 3,6 Prozent hinnehmen.

Für das Gesamtjahr hält Konzernchef Martin Sorrell an der Wachstumsprognose von 3 Prozent fest. Gleichzeitig mahnt er zur Vorsicht und betont, dass die Werbungtreibenden nach wie vor zurückhaltend agieren. Weiter unter Druck bleiben ihm zufolge die gesättigten Märkte in Westeuropa sowie das Zeitungsgeschäft. Probleme sieht Sorrell perspektivisch auch für das Free-TV - durch das Internet und veränderte Sehgewohnheiten der jungen Zielgruppen. Impulse für das Werbegeschäft erwartet der CEO im kommenden Jahr durch Ereignisse wie die Fußball-WM in Brasilien, die Olympischen Winterspiele in Russland sowie die US-Kongresswahlen. mam 
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