Globaler Pitch Samsung überprüft Kreation, Media und Digital

Freitag, 25. April 2014
Samsung vergibt seine Media-Milliarden neu (Bild: Unternehmen)
Samsung vergibt seine Media-Milliarden neu (Bild: Unternehmen)


Der größte Smartphone-Hersteller der Welt bereitet offenbar einen Pitch der Extraklasse vor. Mit dem Review will Samsung Electronics nicht nur seine aktuellen Kreativnetworks, sondern parallel auch die Etathalter im Media- und Digitalbereich überprüfen. Summa summarum geht es dabei um ein Budget von rund 2,8 Milliarden Euro. So viel hat der koreanische Werbegigant zumindest im vergangenen Jahr in seine Kommunikation investiert. Den globalen Mediaetat hält seit 2007 die Publicis-Tochter Starcom Media Vest, die dieses Mandat nach einem Pitch gewonnen hatte. Der große Verlierer war damals die Group M-Agentur Mindshare, die zur WPP-Holding gehört. In Deutschland betreut seitdem das Frankfurter Büro von Starcom diesen Bluechip. Im Kreationsbereich arbeitet Samsung mit der Publicis-Tochter Leo Burnett, Cheil und CHI & Partners zusammen. Von CHI & Partners stammt die neue TV-Kampagne "Alles andere ist nur Fernsehen", die mit Material von Leo Burnett angereichert wurde.

Im Digitalbereich steht Samsung wiederum bei RGA von Interpublic auf der Kundenliste. Wie "AdAge" meldet, soll bereits ein Request for Information, also ein offizielles Schreiben über den geplanten Pitch an alle Holdings und nicht an die einzelnen Agenturmarken verschickt worden sein. In Deutschland scheint davon allerdings noch nichts angekommen zu sein. Die entsprechende Anfrage von HORIZONT.Net will bei Leo Burnett in Frankfurt niemand kommentieren.

Für die Pariser Publicis-Gruppe kann dieser Pitch zu einer weiteren Nagelprobe für ihren Fusionsplan mit der New Yorker Omnicom-Holding werden. Damit würde die größte Agenturgruppe der Welt entstehen. Der Telekommunikationskonzern Vodafone ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken. Er vergab vor wenigen Wochen sein weltweites Mediabudget in Höhe von rund 725 Millionen Euro (1 Milliarde Dollar) an die Group M-Agentur MEC und beendete trotz aller Fusionsbestrebungen die Zusammenarbeit mit der Omnicom-Tochter OMD nach 17 Jahren.

Ursprünglich sollte der Merger von Publicis und Omnicom schon in diesem Frühjahr über die Bühne gehen, aber noch sind nicht alle Hürden genommen. Inzwischen rechnet man frühestens Ende des Jahres, wenn nicht gar erst 2015 mit der Verschmelzung der beiden Konzerne. ejej
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