Geplatzte Elefanten-Hochzeit Fred & Farid veralbert Omnicom und Publicis

Donnerstag, 22. Mai 2014
John Wren (l.) und Maurice Lévy - angeblich wollte keiner die Braut sein
John Wren (l.) und Maurice Lévy - angeblich wollte keiner die Braut sein


Keine zwei Wochen ist es her, dass der Mega-Merger zwischen Omnicom und Publicis nach langem Hin- und Her geplatzt ist - und wer den Schaden hat, braucht sich bekanntlich um den Spott weniger Sorgen zu machen. Die französische Agenturgruppe Fred & Farid macht sich nun darüber lustig und gibt im Stile eines awardtypischen Case-Videos vor, der Initiator der Beinahe-Hochzeit gewesen zu sein. Erst habe man im Namen von Omnicom-CEO John Wren einen Brief an Publicis-Pendant Maurice Levy geschickt und eine Fusion vorgeschlagen, anschließend das gleiche Spiel in die andere Richtung - nicht ohne beide male im PS anzumerken, der jeweilige Absender würde bei der Hochzeit die Braut geben. Im Film heißt es: "Don't worry, I'll be the bride at the church".

Anschließend erzählt Fred & Farid die Historie des geplanten Mega-Mergers nach. Zunächst gaben beide CEOs die angepeilte Fusion der Presse bekannt. Dann habe man die Kartellbehörden angehalten, den Deal etwas zu verlangsamen - ein paar Hindernisse sollten das Verlangen der beiden "Goliaths" anstacheln. Gescheitert sei die Elefanten-Hochzeit schließlich, als beide CEOs bemerkten, dass es keine Braut gibt - sondern nur zwei Bräutigame. Auch WPP-Chef Martin Sorell bekommt im Film noch sein Fett weg - angeblich waren seine Kommentare über den geplatzten Deal ebenfalls von Fred & Farid gesteuert.

Pikantes Detail: Frédéric Raillard und Farid Mokart, die Gründer der französischen Agenturgruppe, standen früher in Diensten von Publicis, bauten für das Netzwerk die Agentur Marcel auf. 2007 gründeten sie schließlich ihre eigene Firma, die heute Niederlassungen in Paris und Shanghai besitzt. Zudem gibt es ein Joint-Venture mit Havas, einem der Konkurrenten von WPP, Omnicom und Publicis. fam
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