GWA Wolf-Ingomar Faecks ist Favorit für Leonhard-Nachfolge

Donnerstag, 12. September 2013
Wolf-Ingomar Faecks soll neuer GWA-Präsident werden (Foto: Sapient Nitro)
Wolf-Ingomar Faecks soll neuer GWA-Präsident werden (Foto: Sapient Nitro)

Beim Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA zeichnet sich ab, wer künftig als Präsident an der Spitze steht. Nach Informationen von HORIZONT soll Wolf-Ingomar Faecks, Deutschland-Chef der Digitalagentur Sapient Nitro, die Nachfolge von Amtsinhaber Lothar Leonhard antreten. Faecks gilt bereits seit längerem als Favorit für den Chefsessel bei der Agenturlobby. Trotzdem gab es zuletzt Überlegungen, dass Ogilvy-Chairman Leonhard noch einmal antritt. Diese sind inzwischen aber wohl vom Tisch. Leonhard will sich auf Anfrage nicht zum Thema äußern, Faecks war bis Redaktionsschluss nicht erreichbar. Die Weichen für seine Kandidatur sollen nach aktueller Lage der Dinge bei einer Vorstandssitzung Ende September gestellt werden.

Mit Faecks, 44, würde der Vertreter einer jüngeren Generation und eines anderen Agenturtyps an die Spitze des GWA rücken. Sapient Nitro hat seine Wurzeln nicht in der Werbung, sondern in der Technologie- und Prozessberatung. Allerdings forciert die Firma seit einigen Jahren neben der IT-Beratung auch das Marketing- und Kommunikationsgeschäft. Faecks selbst hat seine beruflichen Wurzeln aber auch woanders. Bevor er im Jahr 2005 zu der Agentur kam, war er bei der Consultingfirma Capgemini tätig.

Die relativ geringe Bekanntheit im klassischen Werbemarkt ist wohl der Grund, weshalb es hier und da Zweifel gibt, ob Faecks schon jetzt der richtige Mann für das Präsidentenamt ist. Dem Vernehmen nach wurden deshalb noch andere - prominentere - Kandidaten angesprochen, die aber abgewunken haben. In diesem Zusammenhang war offenbar auch ein Modell angedacht, bei dem der jetzige Präsident Leonhard erneut antritt und innerhalb der Amtsperiode an einen Nachfolger übergibt. Wie zu hören ist, hat es in der erweiterten Verbandsführung aber Widerstand gegen eine nochmalige Kandidatur des 71-jährigen Leonhard gegeben - unter anderem mit dem Hinweis auf sein fortgeschrittenes Alter.

Der ehemalige Ogilvy-Chef war 2011 in einer Notsituation eingesprungen, nachdem sich kein Nachfolger für den damaligen Präsidenten Peter-John Mahrenholz gefunden hatte. Leonhard stand bereits von 1996 bis 2002 an der Spitze des Agenturverbands. mam

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 37/2013 vom 12. September
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