GWA Serviceplan tritt aus dem Verband aus

Mittwoch, 25. September 2013
Serviceplan-Chef Florian Haller kehrt dem GWA den Rücken (Foto: Agentur)
Serviceplan-Chef Florian Haller kehrt dem GWA den Rücken (Foto: Agentur)


Schlechte Nachrichten für den GWA: Deutschlands größte inhabergeführte Agentur Serviceplan tritt aus dem Verband aus. Aufgrund der langen Kündigungsfrist wird der Schritt allerdings erst zum 31. Dezember 2014 wirksam. Die Agentur begründet ihren Entschluss unter anderem mit fehlender Relevanz des GWA. "Zum aktuellen Zeitpunkt sehen wir keinen Mehrwert in der Mitgliedschaft", erklärt Hauptgeschäftsführer Florian Haller.
Konkret nennt er drei Motive: "Wir vermissen Branchenthemen, die vom GWA gesetzt und in die Öffentlichkeit gebracht werden, eine aktive und funktionierende übergreifende Plattform für Mitgliedsagenturen sowie Ausbildungs- und Versicherungsangebote, die nicht nur für kleinere Agenturen interessant sind." Gleichzeitig betont Haller, dass Serviceplan weiter offen für konstruktive Gespräche mit dem GWA sei und man die Tür nicht endgültig zuschlagen wolle.

Die Nachricht vom Austritt der Agentur kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem sich auch andere Mitglieder Gedanken über die Relevanz ihrer Interessenvertretung machen. Zuletzt hatte Ogilvy-Chef Thomas Strerath in einem offenen Brief den Zustand des GWA beklagt. Im November stehen Neuwahlen des Vorstands an. Als derzeit einziger Kandidat für die Nachfolge von Präsident Lothar Leonhard gilt Wolf-Ingomar Faecks, Geschäftsführer der Digitalagentur Sapient Nitro. Noch-Präsident Leonhard bedauert den Austritt von Serviceplan und räumt ein: "Dadurch wird der Verband sicher nicht stärker."

Die Unzufriedenheit der Münchner Agenturgruppe mit dem GWA gärt schon länger. Bereits vor zwei Jahren hatte Serviceplan die Mitgliedschaft gekündigt, diese nach Gesprächen mit der damaligen Verbandsführung aber wieder zurückgenommen. mam

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 39/2013 vom 26. September
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