GWA Serviceplan kehrt in den Verband zurück

Donnerstag, 06. April 2017
Florian Haller tritt mit Serviceplan wieder in den GWA ein
Florian Haller tritt mit Serviceplan wieder in den GWA ein
© Serviceplan

Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA kann seine Schlagkraft erhöhen. Mit Serviceplan kehrt die mit Abstand größte deutsche Inhaberagentur in den Verband zurück. Die Gruppe hatte sich Ende 2014 aus der Interessenvertretung zurückgezogen und deutliche Kritik am Verband geübt.
Zu unpolitisch, zu teuer und für Großagenturen letztlich nicht relevant - so lautete damals der Tenor aus München. Die jetzige Rückkehr zum 1. Juli begründet Agenturchef Florian Haller vor allem damit, dass sich der GWA unter der Führung von Präsident Wolf Ingomar Faecks mehr politisch engagiert. "Wir können uns sehr gut mit dem neuen Rollenverständnis und der stärkeren Ausrichtung der Verbandsarbeit in Richtung Politik identifizieren", sagt der CEO.
In der Tat hat der GWA unter Präsident Wolf Ingomar Faecks einen Kursschwenk vollzogen. Während seine Vorgänger kein eigenes Agenturlobbying betreiben wollten und die Interessenvertretung gegenüber der Politik dem Dachverband ZAW überließen, hat sich Faecks dieses Thema auf die Fahnen geschrieben. Zuletzt hat der Verband beispielsweise zusammen mit dem deutschen Dialogmarketing Verband ein Positionspapier zur Bundestagswahl verfasst und Fachpolitiker aus den relevanten Parlamentsausschüssen zu Gesprächen getroffen.

Um noch mehr Durchschlagskraft zu bekommen, will der aktuell 102 Mitglieder starke Verband weitere Agenturen in seine Reihen holen. Bei der Vorstandssitzung Anfang der Woche hat der GWA eine Offensive beschlossen, mit der man weitere zehn bis 15 "führende Agenturen" für eine Mitgliedschaft gewinnen will. Vom Tisch sind dagegen offenbar die Gedankenspiele für ein gemeinsames Dach der verschiedenen Agenturverbände. Stattdessen will man die Zusammenarbeit bei einzelnen Sachthemen forcieren. mam

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