GWA-Monitor Agenturen verbuchen Rekord-Umsatzplus

Dienstag, 31. März 2015
GWA-Chef Wolf-Ingomar Faecks
GWA-Chef Wolf-Ingomar Faecks
Foto: Sapient Nitro

Die im Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA organisierten Dienstleister haben das Geschäftsjahr 2014 mit einem Umsatzplus von 7,8 Prozent abgeschlossen. Das ist die größte Umsatzsteigerung seit mehr als zehn Jahren. Sie liegt deutlich über der zuletzt auf 5 Prozent heruntergeschraubten Wachstumsprognose aus dem Herbst. "Der Optimismus unserer Agenturen ist nicht nur eingetreten, er wurde von der Realität sogar noch übertroffen", sagte Verbandspräsident Wolf-Ingomar Faecks bei der Präsentation des GWA-Frühjahrsmonitors am heutigen Dienstag in Frankfurt.
Gleichzeitig schränkt Faecks ein, dass dieser Rekordzuwachs nicht die Entwicklung des gesamten Agenturmarkts widerspiegeln dürfte. Hier geht er von einem Zuwachs von rund 5 Prozent aus, allerdings ohne konkrete Zahlen vorzulegen. Die bessere Entwicklung der Mitgliedsagenturen begründet Faecks mit deren zeitgemäßer Positionierung.

Umsatzentwicklung der GWA-Agenturen 2014 gegenüber Vorjahr

Quelle: GWA
Bislang hatte der GWA für seine Konjunkturumfragen immer in Anspruch genommen, dass sie repräsentativ für den gesamten Agenturmarkt sind. Von diesem Anspruch scheint man sich nun zu verabschieden - zumindest vorerst. Für den nächsten Monitor im Herbst stellt der Verband in Aussicht, die eigenen Umfrageergebnisse in den Kontext weiterer Konjunkturdaten zu stellen, um eine bessere Einordnung zu ermöglichen. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr mehr als 70 Prozent der GWA-Agenturen ihren Umsatz steigern. Bei rund 10 Prozent stagnierten die Umsätze, 18 Prozent melden Umsatzrückgänge. Fast 50 Prozent der Agenturen, die ein Plus verbuchen konnten, verzeichnen Umsatzsteigerungen zwischen einer und 6 Millionen Euro, immerhin fast 10 Prozent kommen auf ein Plus von 10 Millionen Euro und mehr.
„Der Optimismus unserer Agenturen ist nicht nur eingetreten, er wurde von der Realität sogar noch übertroffen.“
Wolf-Ingomar Faecks
Der Großteil der Zuwächse stammt aus dem Bereich Neue Medien/E-Commerce/Online-Marketing. Hier sieht GWA-Chef Faecks eine Verschiebung zugunsten der Agenturen. "Unsere Mitglieder haben heute Zugriff auf Töpfe, die ihnen früher verschlossen blieben", sagt Faecks und meint damit, dass Agenturen inzwischen auch an Budgets aus dem IT-Bereich herankommen würden.

GWA: Entwicklung der mittleren Rendite vom Umsatz in Prozent

Quelle: GWA


Weniger gut als die Umsätze hat sich die mittlere Rendite entwickelt. Sie ist von fast 12 auf knapp unter 10 Prozent gefallen. Der GWA begründet dies mit erhöhten Aufwendungen der Agenturen für Neugeschäft und Personal. Fast zwei Drittel der Befragten geben an, dass Sie 2014 mehr Festangestellte beschäftigt haben als im Vorjahr. 2015 wird die Rendite laut Vorhersage der GWA-Agenturen wieder auf 11 Prozent ansteigen. Auch in Sachen Umsatz bleiben die Verbandsmitglieder optimistisch. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen sie mit einem Plus von 7,9 Prozent.

Am Frühjahrsmonitor haben sich 71 der insgesamt 103 Mitgliedsfirmen beteiligt. Die Befragung fand online zwischen dem 10. Februar und 10. März statt. mam

GWA: Prognose zur Umsatzentwicklung 2015 gegenüber Vorjahr

Quelle: GWA

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