GWA Der Herbstmonitor wird abgeschafft

Mittwoch, 02. November 2016
GWA-Chef Wolf Ingomar Faecks
GWA-Chef Wolf Ingomar Faecks
© Sapient Nitro

Die traditionelle Konjunkturumfrage des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen GWA gibt es künftig nur noch einmal im Jahr. Bislang wurden die Mitglieder im Frühjahr und im Herbst nach ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Situation der Agenturbranche gefragt. Jetzt wird der Herbstmonitor mit sofortiger Wirkung gestrichen.
Stattdessen will sich der Verband künftig auf eine einzelne aufgewertete Erhebung konzentrieren, deren Ergebnisse zu Jahresbeginn vorgestellt werden sollen. In der Vergangenheit hatten die Konjunkturumfragen des GWA mit ihren oft weit über der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung liegenden Wachstumsprognosen immer wieder für Verwunderung gesorgt, nicht zuletzt in den eigenen Reihen. Hinzu kommt, dass die Teilnehmerzahl relativ gering blieb. Auch der Versuch, die Relevanz der Monitore durch Sonderauswertungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY zu steigern, war nur bedingt erfolgreich. Die GWA-Agenturen kommen am heutigen Mittwoch in Frankfurt zu ihrer Jahresmmitgliederversammlung zusammen. Vorstandswahlen stehen nicht auf dem Programm. Präsident Wolf Ingomar Faecks - im Hauptberuf Chef der Digitalagentur Sapient Nitro - präsentiert den Mitgliedern seine Zwischenbilanz zur Halbzeit seiner zweiten Amtsperiode. Zuletzt hatte der GWA angekündigt, sein politisches Engagement zu verstärken. Dazu wird im kommenden Jahr eine Niederlassung in Berlin eröffnet, die von Geschäftsführer Ralf Nöcker geleitet wird. Zudem will der GWA - im Schulterschluss mit anderen Verbänden - Agenturen stärker als attraktive Arbeitgeber positionieren. Für 2017 ist eine verbandsübergreifende Employer-Branding-Kampagne geplant.

Der Start der zweiten Amtsperiode von Faecks im Herbst vorigen Jahres wurde von der Effie-Affäre überschattet, in deren Verlauf der damalige Jurychef Thomas Strerath zurücktrat. Auch Verbandspräsident Faecks machte in der Angelegenheit keine glückliche Figur. Zwischenzeitlich hatte er angeboten, die Vertrauensfrage zu stellen, wozu es dann aber nicht kam. Die diesjährige Effie-Preisverleihung findet am 3. November in Frankfurt statt. mam
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