GPRA Christiane Schulz soll den PR-Agenturverband führen

Donnerstag, 04. Mai 2017
Weber-Shandwick-Chefin Christiane Schulz will GPRA-Präsidentin werden
Weber-Shandwick-Chefin Christiane Schulz will GPRA-Präsidentin werden
© Weber Shandwick
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Uwe Kohrs Christiane Schulz Pitchblog


Die Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) bekommt eine neue Führung. Nach zwei Perioden läuft die Amtszeit des bisherigen Präsidenten Uwe Kohrs satzungsgemäß aus. Bei der Mitgliederversammlung Ende dieser Woche in Hamburg entscheiden die im Verband organisierten Agenturen über die Nachfolge. Zur Wahl stellt sich Christiane Schulz, Deutschlandchefin des PR-Netzwerks Weber-Shandwick.
Die 48-Jährige gehört dem GPRA-Präsidium seit dem vorigen Jahr an und hat sich in dieser Zeit vor allem um die Realisierung der verbandsübergreifenden Employer-Branding-Kampagne "Mach was draus – Komm in die Agentur" gekümmert. Mit welchem Programm Schulz antritt, will sie vor der Wahl nicht verraten. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass es zu einem harten Kurswechsel kommt. Vielmehr rechnen Beobachter damit, dass die neue Verbandsführung den unter Kohrs eingeschlagenen Kurs fortsetzt.
Der Chef der Frankfurter Agentur Impact hat sich vor allem dafür eingesetzt, die bei seinem Amtsantritt vor sich hindümpelnde GPRA wieder zu einer vernehmbaren und vor allem relevanten Stimme im Konzert der Agenturverbände zu machen. Das ist dem 62-Jährigen mit Vorstößen wie dem Pitchblog, der zweifelhafte Ausschreibungen kritisiert, und einer Offensive beim Thema Aus- und Weiterbildung gelungen. Unter Kohrs Führung hat die GPRA die Zahl der Mitglieder von 30 auf 38 erhöhen können.

GPRA-Präsident Uwe Kohrs schneidet satzungsgemäß nach zwei Amtszeiten aus
GPRA-Präsident Uwe Kohrs schneidet satzungsgemäß nach zwei Amtszeiten aus (Bild: GPRA)
Auf die Dienste des scheidenden Präsidenten will die GPRA auch unter Schulz nicht verzichten. So gibt es Überlegungen, Kohrs in einer veränderten Rolle weiter an die Lobby zu binden, beispielsweise als Chairman. Dafür müsste jedoch die Satzung geändert werden. Ob es dazu kommt, müssen die Mitglieder am Freitag bei ihrer Jahreshauptversammlung entscheiden. Genauso wie über eine neue Präsidentin Schulz.

Noch nicht offiziell bekannt ist, wer zu ihrem Team gehören wird. Allerdings gibt es Namen, die in diesem Zusammenhang genannt werden: Susanne Marell von Edelman Ergo, Thorsten Hebes von Serviceplan PR, Alexandra Groß von Fink & Fuchs sowie womöglich in einer Rolle als Sonderbeauftragte Victoria Wagner von Ketchum Pleon. mam

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