Fritz-Kola Blood Actvertising sagt mit selbstgestrickten Plakaten goodbye

Freitag, 18. November 2016
Blood Actvertising hat für Fritz-Kola City-Light-Motive gestrickt
Blood Actvertising hat für Fritz-Kola City-Light-Motive gestrickt
Foto: Blood Actvertising
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Fritz-Kola Christine Krüger Lars Kempin Norman Störl


Fritz-Kola steht seit einiger Zeit für kreative und gleichzeitig humorvolle Outdoor-Werbung - was vor allem den Hamburger Agenturen Rocket & Wink und Blood Actvertising zu verdanken ist. Letztere verabschiedet sich jetzt nicht ganz im Frieden von der Marke - hat aber noch ein letztes Mal eine schicke Arbeit für die Fritz-Spritz-Saftschorlen gestrickt. Und zwar buchstäblich.
Gemeinsam mit der Modedesignerin Christine Krüger, die mit ihrem Label Polynoir eigene Strick-Kollektionen entwirft, hat Blood Actvertising die ungewöhnliche OoH-Kampagne für Fritz-Spritz umgesetzt. Dabei haben Krüger und die Agenturverantwortlichen zunächst die entworfenen Plakatdesigns auf Strick-Vorlagen übertragen. In einem arbeitsaufwendigen Prozess wurden entsprechende Garnstärken und Farben ausgesucht und in Headline und Bild verwandelt, ehe die Produktion der City-Light-Poster beginnen konnte. Auf den finalen Motiven sind neben den bunten Flaschen der Öko-Schorle die Headlines "Wenn's unterm Strick-Pulli zu heiß wird", "Die Pulle zum Pullunder" und "Voll die Öko-Masche" eingestrickt.
Insgesamt hängen die zwölf gestrickten Motive in vier Großstädten
Insgesamt hängen die zwölf gestrickten Motive in vier Großstädten (Bild: Blood Actvertising)
"Ökos und Stricken, das gehört irgendwie zusammen. Daraus entsprang die Idee, die erste selbst-gestrickte Plakatkampagne der Welt für Fritz-Spritz zu entwerfen", sagt Norman Störl, einer der zwei Gründer und Kreativgeschäftsführer von Blood Actvertising. Von den gestrickten CLPs hat Fritz-Spritz lediglich zwölf produziert, je drei hängen in Berlin, Köln, München und in Hamburg, der Heimatstadt von Fritz-Kola. Die Kampagne verbindet die Marke dabei mit einem Gewinnspiel: Wer die gestrickten Original-Poster findet, kann sich mit einem Schnappschuss von dem CLP bewerben und eines davon gewinnen. Zudem hängen in 17 weiteren deutschen Großstädten die fotografierten Varianten der Motive.
Es ist die letzte Kampagne, die Blood Actvertising für Fritz-Kola umgesetzt hat
Es ist die letzte Kampagne, die Blood Actvertising für Fritz-Kola umgesetzt hat (Bild: Blood Actvertising)
Für Blood-Actvertising-Co-Gründer Lars Kempin ist die Kampagne perfekt, um sich nach zwei Jahren von dem Kunden Fritz-Kola zu verabschieden. "Auch wenn der kreative Output exzellent war - für eine gute Zusammenarbeit braucht es mehr. Und das ist vor allem ein respektvolles Miteinander. Wenn das nicht gegeben ist, müssen wir uns auch mal von einem Kunden verabschieden. So schade das auch ist", so Kempin vielsagend. Dem Vernehmen waren es vor allem finanzielle Aspekte, die der Agentur bei der Zusammenarbeit mit Fritz-Kola nicht schmeckten. Die freigewordenen Ressourcen steckt Blood Actvertising derweil in einen neuen Kunden: die "Superpremium"-Eismarke Icecap. Mit dem Berliner Start-up hat man sich auf ein Vergütungsmodell auf Erfolgsbasis geeinigt. tt
Die Motive warten mit unterschiedlichen Headlines auf und bewerben die Fritz-Spritz-Produktrange
Die Motive warten mit unterschiedlichen Headlines auf und bewerben die Fritz-Spritz-Produktrange (Bild: Blood Actvertising)
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