"Flying Chicks" Filmstudenten protestieren gegen millionenfachen Kükenmord

Mittwoch, 09. April 2014
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Weil für die Eierproduktion ausschließlich Legehennen benötigt werden, werden in Deutschland jedes Jahr rund 50 Millionen männliche Küken getötet. Ins Gespräch kam diese grausame Praxis erst vergangene Woche, als sich die Agraminister von Bund und Ländern gegen das so genannte Schreddern von männlichen Küken aussprachen. Eine Gruppe von Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg unterstützt dieses Anliegen - mit einem nachdenklich machenden Spot. Darin sieht man, untermalt durch Walzermusik, Küken in Slow-Motion durch das Bild fliegen. So weit so gut. Sieht man jdeoch, wohin die Tiere fliegen, vergeht einem jegliche Freude an der Szene: Die Küken landen direkt in einer schäbigen Industriemülltonne. "Milliarden von neugeborenen Küken sind männlich. Sie werden als Abfallprodukt in der Eierindustrie getötet", heißt es im Abbinder, in dem auch der Name Peta auftaucht. Die für ihre provokativen Kampagnen bekannte Tierschutzorganisation stellt sich als Presenter des Videos zur Verfügung, um für zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit zu sorgen.

Hinter dem Spot stehen Djawid Hakimyar (Regie), Simon Drescher (Kamera) und Dominko Gudelj (Producer) von der Filmakademie Baden-Württemberg. Unterstützt wurden sie von der Stuttgarter Filmproduktion Leithaus, der LBBW-Stiftung, Der Sonnenhof sowie Dedo Weigert Film. Schnack Music Manufacture sorgte für den musikalischen Part.

Übrigens: Die Küken, die man im Spot sieht, kamen bei den Dreharbeiten nicht zuschaden. Sie wurden aus einer Brüterei gerettet und anschließend an einen Familienbauernhof übergeben. ire
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