Fastfood Heimat trennt sich von Burger King - wegen McDonald's

Donnerstag, 24. Juli 2014
Burger King muss sich eine neue Agentur suchen (Foto: Unternehmen)
Burger King muss sich eine neue Agentur suchen (Foto: Unternehmen)

Die Fastfood-Kette Burger King muss sich eine neue Werbeagentur suchen. Der bisherige Partner Heimat hat den Vertrag gekündigt und beendet die Zusammenarbeit Ende August. Das bestätigen Beratungschef Matthias von Bechtolsheim und ein Sprecher von Burger King auf Anfrage von HORIZONT. Die Agentur hatte den Etat Anfang 2010 gewonnen und zuletzt nach der RTL-Enthüllung zu den Missständen in einigen Filialen die Kampagne mit dem deutschen Unternehmensgeschäftsführer Andreas Bork realisiert. Hintergrund für die Trennung ist die neue Gesellschafterstruktur bei Heimat. Die Agentur gehört seit kurzem zum TBWA-Netzwerk, das international für den härtesten Burger-King-Wettbewerber McDonald's tätig ist. Unter den veränderten Vorzeichen war eine Fortsetzung der Kundenbeziehung nicht möglich. Zwar ist es durchaus üblich, dass innerhalb einer Agenturgruppe mit mehreren Marken konkurrierende Unternehmen betreut werden. In diesem Fall war das aber nicht machbar. Denn von Bechtolsheim sowie die Co-Chefs Guido Heffels und Andreas Mengele stehen nicht nur an der Spitze von Heimat, sondern führen seit dem Deal mit TBWA auch die Geschäfte von deren Werbeagentur in Düsseldorf. Eine klare Trennung beider Mandate wäre also kaum durchzuhalten.

Interessant ist der Schritt auch im Hinblick auf McDonald's. Das Unternehmen hat den Vertrag mit seinem Stammpartner Heye für die nationale Werbung gekündigt und plant einen Pitch. Dazu eingeladen sind neben Heye zwei weitere Agenturen, die bereits für die Hamburger-Kette arbeiten: Leo Burnett und TBWA. Wann der Pitch startet, ist unklar. Bislang haben die Teilnehmer offenbar noch kein Briefing erhalten.

Bei Burger King ist unterdessen die Suche nach einer neuen Agentur angelaufen. Über den Stand des Verfahrens will das Unternehmen "aus Rücksicht auf alle Beteiligten" allerdings keine weiteren Informationen bekannt geben. mam

Update: In einer ersten Version wurde Leo Burnett irrtümlich der Omnicom-Holding zugeordnet. Das ist natürlich falsch. Die Agentur gehört zur Publicis-Gruppe.
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