Fashion Week Warum Flüchtlinge im Used-&-Destroyed-Look für Gesprächsstoff sorgen

Dienstag, 17. Januar 2017
Ein neues Fashionlabel? Nein, eine ungewöhnliche Kampagnen für die Spendenplattform Betterplace!
Ein neues Fashionlabel? Nein, eine ungewöhnliche Kampagnen für die Spendenplattform Betterplace!
Foto: FCB
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FCB Fashion Week Philipp Rathmer Jana Pallaske Smudo


Dieser Auftritt löst Unbehagen aus, doch genau das ist die Intention von FCB und Betterplace.org: Die Hamburger Networkagentur hat im Auftrag der Spendenplattform eine Kampagne entwickelt, die heute im Umfeld der Berlin Fashion Week lanciert wird und im Idealfall für ordentlich Gesprächsstoff sorgen wird. Auf den ersten Blick werben hier perfekt gestylte Models für ein neues Modelabel. In Wahrheit dreht sich alles um Flüchtlinge und ihre bewegenden Geschichten.

Die von Fotograf Philipp Rathmer inszenierten Protagonisten tragen den coolen Used-&-Destroyed-Look nämlich keineswegs, weil er en vogue ist, sondern als Zeugnis von Schicksalen, bei denen Mode wahrhaftig zur Nebensache wird. Chemie-Studentin Yara beispielsweise hat einen Bombenangriff hinter sich, der 62 Minuten andauerte. Diese 62 Minuten haben ihr Leben verändert - deshalb ist diese Zahl groß im Hintergrund des Kampagnenmotivs zu sehen. "Epic Escape" lautet der Auftritt, der diese Woche mit Plakaten, Online-Bannern und Guerilla-Maßnahmen gelauncht und von Influencern und Prominenten unterstützt wird. Modedesignerin Sibilla Pavenstedt, Schauspielerin Jana Pallaske, Comedian Dave Davis, Starkoch Steffen Henssler und Musiker Smudo mit den Fantastischen Vier sind mit an Bord. Sie alle wollen dabei helfen, die Botschaft "Die Welt besteht aus mehr als Looks" zu verbreiten.

Wer Näheres darüber erfahren will, folgt dem Hinweis auf die Website menschlichkeit.de. Dort sind nicht nur die Geschichten der an der Kampagne beteiligten Syrer nachzulesen, es gibt auch Informationen zu diversen humanitären Projekten. Fashionistas können ihren Beitrag via spreadshirt.de leisten. Hier werden ab sofort Hoodies und T-Shirts mit dem Kampagnen-Claim "#Menschlichkeit steht dir am besten" verkauft. Der Erlös geht an die mehr als 500 sozialen Projekte auf der Plattform zusammen-fuer-fluechtlinge.de.
Mit dem Erlös aus dem Verkauf von T-Shirts und Hoodies werden Flüchtlingsprojekte unterstützt
Mit dem Erlös aus dem Verkauf von T-Shirts und Hoodies werden Flüchtlingsprojekte unterstützt (Bild: FCB)
Neben FCB und dem Fashion-Fotograf Rathmer waren Christoph Höhmann/Camerabuddy (Kamera und Schnitt) sowie Bernhard Raser (Filmmusik: CØMÊ – ARP) beteiligt. Das Making-of  stammt von der Produktionsfirma Film Deluxe, die Postproduktion von Recom. Zudem waren die Musikexperten von Mokoh Music sowie zahlreiche weitere Partner pro bono an der Umsetzung der Kampagne beteiligt. bu

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