Facebook Jung von Matt zeigt, wie Deutschlands typisches Social-Media-Profil aussieht

Montag, 26. Oktober 2015
Jung von Matt hat das häufigste Facebook-Profil Deutschlands erfunden
Jung von Matt hat das häufigste Facebook-Profil Deutschlands erfunden
Foto: Screenshot
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Jung von Matt Christian Müller Facebook


Kennen Sie Christian Müller? Statistisch gesehen ist das ziemlich wahrscheinlich, weil es einer der häufigsten Männernamen in Deutschland ist. Gemeinsam mit Facebook hat Jung von Matt unter diesem Namen jetzt ein fiktives Profil in dem Netzwerk entwickelt, das den durchschnittlichen deutschen Social-Media-Nutzer in Echtzeit abbilden soll. Die Vorlieben des verheirateten Berliners überraschen kaum: Er mag das Oktoberfest, den FC Bayern und Elyas M'Barek.
Mit dem "häufigsten Facebook-Profil Deutschlands" will die Agentur laut eigenen Angaben plakativ erlebbar machen, wie sich die Digitalisierung auf alle Lebensbereiche auswirkt. Und was könnte sich da anno 2015 besser eignen, als eine Pinnwand in dem sozialen Netzwerk? Dazu haben die Verantwortlichen die Daten der deutschen Facebook-Nutzer, ihre Likes, Posts und Shares untersucht und sogar Analysen über Kommentare vorgenommen. Das Ergebnis ist der 36-jährige Christian Müller, der die häufigsten Attribute der deutschen Männer und Frauen in dem Netzwerk repräsentiert: Er hat 30 Seiten geliked, darunter der FC Bayern München, Berlin - Tag und Nacht, David Guetta, Fast & Furious und Spiegel Online. Marken sind nur wenige darunter und wenn, dann sind es echte Lovebrands wie Nutella, Youtube und Samsung. Laut Jung von Matt ruft Christian Müller seine Facebook-Timeline 14-mal am Tag auf, liked etwa 8-mal und kommentiert 3-mal etwas pro Monat.

Dabei ist das Ganze natürlich mehr als bloß eine statistische Spielerei: Mit der entwickelten Methodik will die Agentur beispielhaft aufzeigen, wie das riesige Konglomerat an Daten, das die sozialen Netzwerke sammeln, als "Smart Data" genutzt werden kann. Aus bloßen Informationen könnten so persönliche Insights und Einblicke in menschliche Verhaltensweisen gewonnen werden - die dann die Grundlage für eine maßgeschneiderte Kundenansprache für Werbungtreibende bildet.

"Strategische Planung darf in einer digitalen Welt nicht mehr nur postanalytisch statisch orientiert sein, sondern muss die neuen Möglichkeiten smart in dynamische Anwendungen übersetzen", sagt Larissa Pohl, Vorstand Strategie bei Jung von Matt. "Die Kombination von Datenanalyse und effektiveren Tools sollte zu mehr Kreativität führen, das ist hier gelungen und wir freuen uns auf für echte Menschen noch interessantere Werbung."

Gelungenes We auf der Wiesn!

Posted by Christian Müller on Donnerstag, 1. Oktober 2015
Es ist nicht das erste Mal, dass Jung von Matt mit einer Kreatividee den deutschen Durchschnitt erlebbar machen will. Bereits 2004 entwarf die Hamburger Agentur Deutschlands häufigstes Wohnzimmer und zeigte mit der immer wieder aktualisierten Langzeitaktion, für wen TV-Werbung hierzulande gemacht wird. Das Update in Form des durchschnittlichen Facebook-Profils ist jetzt nur logisch. Schließlich sind die Zeiten von "Lagerfeuer-TV" und dem Fernsehen als großes Leitmedium der Deutschen so gut wie vorbei. tt
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