FCB Hamburg Facebook-Managerin wird Kreativchefin für Beiersdorf / Kaloff und Haeusermann gehen

Dienstag, 26. Januar 2016
Tris Gates-Bonarius führt die internationale Kreation bei FCB Hamburg für den Kunden Beiersdorf
Tris Gates-Bonarius führt die internationale Kreation bei FCB Hamburg für den Kunden Beiersdorf
Foto: FCB

Wechsel in der Kreativführung von FCB Hamburg: Die beiden Kreativchefs Constantin Kaloff (für Beiersdorf) und Dirk Haeusermann (nationale Kunden) verlassen die Interpublic-Agentur Ende des Monats. Kaloff will sich dem Bereich Co-Creation zuwenden, Haeusermann geht nach London. Für Ersatz ist bereits gesorgt. Neue weltweite Kreativchefin für den Kunden Beiersdorf wird Tris Gates-Bonarius, auf nationaler Ebene gibt es eine interne Lösung.

Gates-Bonarius kommt von Facebook in Amsterdam. Dort war sie als Creative Director für die Hauptmarke und für Instagram tätig. Über Erfahrung auf Agenturseite verfügt die US-Amerikanerin, die mehr als zehn Jahre in Deutschland gearbeitet hat, aus ihrer Zeit bei McCann, JWT und Saatchi & Saatchi. Weitere Stationen waren AMV BBDO in London und Leo Burnett. Bei FCB Hamburg wird sie den mit Abstand wichtigsten Kunden Beiersdorf zusammen mit Chief Client Officer und Worldwide Account Director Erika Darmstaedter betreuen.

"Nachdem ich die globale Führungsspitze getroffen hatte, wusste ich, ich möchte ein Teil der Dynamik sein, die bei FCB entsteht", kommentiert Gates-Bonarius ihren Wechsel. In ihrer Karriere hat sie bereits für verschiedene Beauty-Marken gearbeitet, unter anderem für L'Oréal, Garnier, Olay und Dove. "Die besondere Kombination ihrer Fähigkeiten wie globale Markenführung im Bereich Körperpflege mit ihrer Zeit bei Facebook, in der sie mit Kunden und Agenturen an der besten Umsetzung von Plattformen gearbeitet hat, machen sie zu einer tollen Partnerin für die Belange von Beiersdorf", sagt Darmstaedter über den Neuzugang.
FCB-Kreative (v.l.): Bernd Bender-Asbeck, Patrick Hartmann und Michael Okun
FCB-Kreative (v.l.): Bernd Bender-Asbeck, Patrick Hartmann und Michael Okun (Bild: FCB)
Die neue Global Executive Creative Director tritt ihren Job Anfang Februar an. Ihr Vorgänger Kaloff war seit 2012 für FCB tätig. Er will beruflich mehr im Bereich Co-Creation machen. Damit ist eine Strategie gemeint, bei der Unternehmen bei der Entwicklung und Vermarktung von Produkten stärker mit externen Akteuren zusammenarbeiten, beispielsweise mit Verbrauchern. Wohin genau es ihn zieht, ist nicht bekannt. Bevor Kaloff zu FCB kam, war er für Agenturen wie Aimaq von Lobenstein, Philipp und Keuntje, Scholz & Friends, Jung von Matt und Springer & Jacoby tätig.

Der nationale Kreativchef Haeusermann, der sich um das kreative Produkt für die nationalen Kunden von FCB Hamburg gekümmert hat, orientiert sich nach London. In der britischen Metropole lebt er mit seiner Frau und will künftig noch mehr Zeit dort verbringen. Welche berufliche Aufgabe er übernimmt, ist nicht bekannt. Hauesermann war seit 2009 bei FCB. Seine vorherigen Stationen waren Jung von Matt sowie Springer & Jacoby.

Haeusermanns Nachfolge wird intern geregelt - mit einer Teamlösung. Damit verzichtet FCB Hamburg auf einen einzelnen nationalen Kreativchef und überträgt dessen Aufgaben an die drei Kreativdirektoren Patrik Hartmann, Michael Okun und Bernd Bender-Asbeck. Dass dabei auch finanzielle Erwägungen eine Rolle gespielt haben dürften, liegt auf der Hand. Auf der anderen Seite betont CEO Daniel Könnecke, der selbst lange Zeit als Kreativer gearbeitet hat, dass sich die Verantwortlichen nicht für dieses Modell entschieden hätten, wenn sie nicht hundertprozentig davon überzeugt wären. mam           

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