Expansion Serviceplan verfolgt neue Strategie im Ausland

Donnerstag, 18. Juli 2013
Serviceplan-Chef Florian Haller plant mehr Häuser der Kommunikation im Ausland (Foto: Agentur)
Serviceplan-Chef Florian Haller plant mehr Häuser der Kommunikation im Ausland (Foto: Agentur)

Deutschlands größte Inhaberagentur Serviceplan vollzieht einen Strategieschwenk beim geplanten Ausbau des Auslandsgeschäfts. Wie Gruppenchef Florian Haller gegenüber HORIZONT erklärt, plant man, auch in anderen Ländern das Modell "Haus der Kommunikation" zu etablieren. "Wir haben festgestellt, dass unser Model, Kreation, Technologie und Media aus einer Hand anzubieten, auch im Ausland gut ankommt", sagt Haller. Bislang verfolgte Serviceplan den Ansatz, vor allem mit der Digitalmarke Plan.Net in ander Märkte zu expandieren. Integrierte Häuser der Kommunikation betreibt Serviceplan außer in Deutschland bereits in Österreich, der Schweiz und in Italien. Welche Länder jetzt hinzu kommen sollen, will Haller noch nicht verraten. Es wird sich aber Regionen handeln, in denen die Gruppe bereits vertreten ist. Denkbar ist ein verstärktes Engagement beispielsweise in Frankreich, Benelux und Asien. Das Auslandgeschäft trägt inzwischen rund 8 Prozent zum Gesamtumsatz von Serviceplan bei.

Das Honorarvolumen stieg im Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr 2012/13 um 7,4 Prozent auf 218 Millionen Euro. Zu dem Plus haben Etatgewinne wie Lufthansa, Obi, Deichmann, Redcoon, Berentzen und Sky beigetragen. Die Differenz von über 44 Millionen Euro zu der für das Ranking der größten Inhaberagenturen gemeldeten Zahl erklärt Finanzchef Fabian Prüschenk mit den im Ausland erzielten Umsätzen sowie den Innenumsätzen der Gruppe, die für das Ranking nicht berücksichtigt werden. Zudem wirke sich die Abweichung von Kalender- und Geschäftsjahr aus.

Größte Einheit bleiben die unter der Marke Serviceplan geführten Agenturen. Zweistärkste Säule der Gruppe ist die Digitalagentur Plan.Net, die etwa 30 Prozent zum Gesamtumsatz beisteuert. Dahinter folgen die Marken Mediaplus mit rund 22 Prozent sowie Facit (Marktforschung) und die Zweitmarke Saint Elmo's mit zusammen knapp 9 Prozent.

Zur Höhe der Rendite macht Serviceplan keine genauen Angaben. Nur so viel: Sie liege im zweistelligen Bereich. Gleichzeitig konstatiert Gruppenchef Haller, dass der Druck auf die Margen zuletzt wieder spürbar zugenommen habe. Für das neue Geschäftsjahr plant er ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die größten Erwartungen ruhen dabei auf dem Auslandsgeschäft. mam

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 29/2013 vom 18. Juli
Meist gelesen
stats