Eurovision Song Contest Arrow und Ogilvy machen Ann-Sophie ein "unmoralisches Angebot"

Montag, 18. Mai 2015
Ein unmoralisches Angebot in Anzeigenform - so machen Ogilvy und Arrow auf die Helden der Innovation aufmerksam
Ein unmoralisches Angebot in Anzeigenform - so machen Ogilvy und Arrow auf die Helden der Innovation aufmerksam
Foto: Agentur

Eine Million Euro - so viel bietet der Elektronikausrüster Arrow der deutschen Teilnehmerin beim Eurovision Song Contest (ESC) Ann-Sophie Dürmeyer. Was sie dafür tun muss? Statt des Originaltextes soll sie am kommenden Samstag beim Finale in Wien auf die Melodie ihres Lieds "Black Smoke" einen von der Werbeagentur Ogilvy & Mather geschriebenen Text singen, der die Verdienste von Erfindern und Ingenieuren würdigt. Die Idee steht im Zentrum einer Kampagne, mit der der US-Konzern auf sich und seine Klientel aufmerksam machen will.
Arrow ist einer der weltweit größten Elektronik- und Computing-Distributoren der Welt. Das Unternehmen, das mit 17.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 23 Milliarden US-Dollar erzielt, ist bislang vor allem Fachleuten aus dem IT- und Elektronikbereich ein Begriff. Das wollen Arrow-Marketingchef Rich Kylberg und Ogilvy nun ändern, indem sie das Unternehmen als Begleiter und Berater von Innovatoren positionieren. "Wir wollen unsere Partner und Kunden feiern, die für uns die Helden der Innovation sind", sagt Kylberg. Und Ogilvy-Kreativchef Stephan Vogel ergänzt: "Es ist doch erstaunlich: Jeder kennt den Namen des neuen königlichen Babys und jeder weiß, wer der Vertreter aus Deutschland beim ESC ist. Doch wer hat das Telefon erfunden, wer den MP3-Player oder wer das Rastertunnelmikroskop?" Mit der aktuellen Kampagne wolle man Deutschland diese Fragen stellen, um die Gesellschaft mit diesem Widerspruch zu konfrontieren.
So machen Ogilvy und Arrow auf die Helden der Innovation aufmerksam - zum Vergrößern Klicken
So machen Ogilvy und Arrow auf die Helden der Innovation aufmerksam - zum Vergrößern Klicken (Bild: Agentur)
Den Auftakt macht eine Anzeige in der heutigen Ausgabe der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", in der Ann-Sophie das "unmoralische Angebot" unterbreitet wird. Von der Aktion erhoffen sich die Verantwortlichen nicht zuletzt Reaktionen der Publikumspresse, die das Thema aufgreifen soll. Inwieweit die Rechnung aufgeht, muss sich zeigen. Parallel zur Anzeige wird ein TV-Spot geschaltet, der ebenfalls die Frage stellt, warum bestimmte Leute bekannt sind, andere - die viel Größeres geleistet haben - dagegen nicht (Produktion: Markenfilm, Berlin; Regie: Hagen Decker).

Der Auftritt steht unter dem Motto "Why is it?" Unter diesem Namen startet auch eine Microsite, die "Heroes of Innovation" vorstellt. Dort werden unter anderem Menschen wie Birger Kollmeier, Erfinder eines binauralen Hörgeräts für hörgeschädigte Menschen, Rainer Jäckel, Entwickler von Industrierobotern, und David Gow, Spezialist für Prothesen-Technik, porträtiert. Weitere Innovatoren sollen folgen. Zum Paket gehören zudem Online-Banner sowie weitere Anzeigenmotive. mam

Die weiteren Spots der Kampagne:

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