Ende einer Ära Grey Düsseldorf muss Lenor-Etat nach 60 Jahren abgeben

Donnerstag, 29. Juni 2017
Grey Düsseldorf muss den Lenor-Etat nach 60 Jahren networkintern weiterreichen
Grey Düsseldorf muss den Lenor-Etat nach 60 Jahren networkintern weiterreichen
© Procter & Gamble
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Grey WPP P&G Leo Rayman Alain Groenendaal


60 Jahre hat Grey Düsseldorf beziehungsweise ihre Vorgängerfirma für Lenor geworben. Jetzt endet diese Ära. Der deutsche Ableger der WPP-Tochter muss das Mandat als Leadagentur für die P&G-Marke an die Netzwerkkollegen in London abtreten. Hintergrund ist die Konsolidierung nahezu aller Etats des US-Konsumgüterriesen bei sogenannten Regional Hubs.
Der für Europa zuständige Grey-Knotenpunkt hat seinen Sitz in der britischen Hauptstadt und übernimmt im Zuge der neuen Aufgabenverteilung nun auch die Leadrolle für Lenor. Von dem Schritt sind 14 Mitarbeiter in Düsseldorf betroffen. Laut Auskunft der Agentur sind derzeit keine Entlassungen vorgesehen, vielmehr wolle man die natürliche Fluktuation nutzen, um den Verlust zu kompensieren. Angaben zur Höhe des Honorarvolumens, das durch die Verlagerung in den Büchern von Grey Germany fehlt, macht das Unternehmen nicht. TV-Spots wie der mit dem "Lenor-Mann" (siehe Video) gehören zu den Klassikern der Agentur.

Offenbar hat das Düsseldorfer Büro sogar noch Glück im Unglück. Denn das zweite von ihm betreute P&G-Produkt Febreze darf das Team wohl behalten. "Aufgrund des herausragenden Erfolgs der Marke" bleibe dieser Etat bis auf Weiteres am Rhein, ist aus der Agentur zu hören. Damit bildet Febreze also die Ausnahme von der Regional-Hub-Regel. Grey London kommt die neue Struktur zugute. Die Agentur hat bewegte Zeiten hinter sich. Vor einem Jahr wurde mit Leo Rayman ein neuer CEO installiert. Auch in der Europa-Zentrale des Networks gibt es mit Alain Groenendaal seit Ende 2016 einen neuen Chef. mam

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