Editorial Design Mutabor übersetzt Titelseite des "Hamburger Abendblatts" in Piktogramme

Montag, 01. September 2014
Ungewöhnlich: Die Titelseite des "Hamburger Abendblatts"
Ungewöhnlich: Die Titelseite des "Hamburger Abendblatts"

Die Bewohner der Hansestadt dürften am Wochenende nicht schlecht gestaunt haben, als sie die Titelseite des "Hamburger Abendblatts" gesehen haben: Das Cover besteht ausschließlich aus Piktogrammen. Die Hamburger Designagentur Mutabor ist dafür verantwortlich, dass sämtliche redaktionellen Beiträge auf der Titelseite in rein visuelle Geschichten umgewandelt wurden.
Tatsächlich braucht es zuweilen keine Worte: So ist das Bild von Wladimir Putin als machtpolitischer Januskopf durchaus selbsterklärend. Dennoch lieferte die Regionalzeitung aus der Funke-Mediengruppe ihren Lesern eine Auflösung auf der 2. Titelseite: Dort wurden alle Artikel auf reguläre Weise präsentiert. Für die Leser eine amüsante Abwechslung, konnten sie auf diese Weise doch überprüfen, wie sich komplexe Themeninhalte anschaulich in Form von Piktogrammen übersetzen lassen.

Ungewöhnlich: Die Titelseite des "Hamburger Abendblatts"
Ungewöhnlich: Die Titelseite des "Hamburger Abendblatts"
"Für uns heißt Zeitungmachen auch, die Leserinnen und Leser immer zu überraschen", sagt Chefredakteur Lars Haider. "Diese Titelseite ist die wohl ungewöhnlichste in der mehr als 60-jährigen Geschichte des ,Hamburger Abendblatts'. Für die gesamte Redaktion war es ein spannendes Experiment es ist faszinierend zu sehen, wie ungewöhnlich sich Geschichten erzählen lassen." Bei der Aktion konnte im übrigen das Modelabel Tom Tailor als exklusiver Werbepartner gewonnen werden.

Auch Mutabor profitiert von dem Kunstprojekt: Die Agentur macht damit auf ihre Piktografie-Ausstellung "Lingua 365. Die grafische Sprache der Verwandlung" aufmerksam, die vorigen Donnerstag ihre Pforten öffnete. Die Arbeiten sind noch bis 20. September in den Räumen von Designxport in den Elbarkaden der Hamburger Hafencity zu sehen. Mutabor-Kreativchef Heinrich Paravicini freut sich, dass er dieses Thema durch die Kooperation mit dem "Hamburger Abendblatt" einem breiteren Publikum zugänglich machen konnte und glaubt, dass die Titelseite der letzten Wochenendeausgabe "einzigartig in der Geschichte des Blattmachens ist." bu
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