Doyle Dane Bernbach Group Aus Rapp Germany wird Track / Holding wird aufgelöst, Klaus Holthausen geht

Mittwoch, 11. März 2015
Phillip Schilling (l.) und Stefan Setzkorn führen Track
Phillip Schilling (l.) und Stefan Setzkorn führen Track
Foto: Agentur

Die Agentur Rapp Germany segelt künftig unter anderer Flagge. Die von Phillip Schilling und Stefan Setzkorn geführte Agentur heißt ab sofort Track. Mit der Umfirmierung ist auch der Austritt aus der Doyle Dane Bernbach Group verbunden, die in der bisherigen Form nicht weitergeführt wird. Track berichtet künftig direkt an die DDB-Europazentrale in Amsterdam.
Der neue Name der Agentur wurde von der Schwesterfirma Interbrand entwickelt. Der Neustart geht über eine Umfirmierung hinaus. Vielmehr soll die Agentur ihr Geschäftsmodell, das die Kompetenzen für Markenführung und CRM unter einem Dach bündelt, auch international ausrollen. "Das Leistungsprofil verlangt nach einer eigenen Agenturmarke. Und die muss in Zukunft nicht auf Deutschland beschränkt sein", sagt Chuck Brymer, CEO von DDB Worldwide. Dass sich bei der rund 200 Mitarbeiter starken Agentur etwas tun würde, stand nach der Übernahme der Digitalagentur Torben, Lucie und die gelbe Gefahr durch das Omnicom-Netzwerk DAS, zu dem auch Rapp Worldwide gehört, Anfang des Jahres fest. Schilling und sein Kreativpartner Setzkorn legen jedoch Wert darauf, Ursache und Wirkung auseinanderzuhalten.
„Das Leistungsprofil verlangt nach einer eigenen Agenturmarke. Und die muss in Zukunft nicht auf Deutschland beschränkt sein.“
Chuck Brymer
"Spätestens mit dem Gewinn des Ergo-Etats im Jahr 2013 war klar, dass wir uns neu positionieren und einen eigenen Weg gehen müssen", sagt Setzkorn. Die Akquisition von TLGG sei eine Folge dieser Entscheidung gewesen. Track arbeitet als Leadagentur für Ergo, Airberlin und Lindt. Im CRM-Bereich gehören McDonald' s und Unilever zu den wichtigsten Kunden.
TLGG und Rapp
Bild: Agentur

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Veränderungen gibt es auch bei der bisherigen Muttergesellschaft Doyle Dane Bernbach Group. Die Holding, zu der Agenturen wie DDB und Heye gehören, wird nicht in ihrer bisherigen Form weitergeführt. Stattdessen wird sie deutlich eingedampft und agiert künftig nur noch als Servicegesellschaft für Themen wie Finanzen, IT und Recht. Alle operativen Bereiche werden bei den Kernmarken integriert.

In diesem Zusammenhang verlässt Holding-Geschäftsführer Klaus Holthausen das Unternehmen. Das bestätigt DDB-Europachef Pietro Tramontin. Der bisherige Gruppen-CEO Tonio Kröger war Anfang Februar ausgeschieden, um eine neue Agentur für Mercedes-Benz aufzubauen. Ob auch Holthausen dort einsteigt, ist nicht bekannt. Er selbst sagt auf Anfrage, bei ihm gebe es nichts Neues. mam

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