Discounter-Etats Scholz & Friends löst Serviceplan bei Penny ab

Montag, 02. Dezember 2013
Constantin Dudzik (l.) und Carsten Fillinger überzeugen Penny (Foto: Scholz & Friends)
Constantin Dudzik (l.) und Carsten Fillinger überzeugen Penny (Foto: Scholz & Friends)

Agenturwechsel beim Discounter Penny: Die Rewe-Tochter arbeitet künftig mit Scholz & Friends in Berlin zusammen. Die Entscheidung fiel nach einem Pitch. Das Nachsehen hat unter anderem der bisherige Etathalter Serviceplan. Das Mandat umfasst den gesamten Markenauftritt von Penny und ist mit einem Mediavolumen im zweistelligen Millionenbereich ausgestattet. Das mehrstufige Auswahlverfahren wurde von der Pitchberatung Cherrypicker in Hamburg begleitet. Neben Scholz & Friends und Serviceplan war dem Vernehmen nach bis zuletzt auch die Agentur Ogilvy & Mather im Rennen. Das Team, das sich letztlich durchgesetzt hat, wurde von Geschäftsführer Constantin Dudzik und Executive Creative Director Carsten Fillinger angeführt.

"Penny durchläuft seit zwei Jahren einen konsequenten Wandel und erfindet sich mit modernen Märkten und frischen Ansätzen innerhalb der Discount-Kategorie neu. Wir freuen uns darauf, diesen Weg vom Standort Berlin aus mit innovativen Maßnahmen zu begleiten", sagt Dudzik. Auf Unternehmensseite ist Stefan Magel, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing für die Zusammenarbeit verantwortlich.

Der Gewinn des Penny-Etats ist für Scholz & Friends Berlin nicht nur aus Imagegründen wichtig. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht ist das Mandat von großer Bedeutung. Die Agentur hatte im Sommer den Etat von Saturn verloren. Der Auftrag von Penny dürfte diesen Verlust kompensieren. Für Genugtuung bei der WPP-Agentur dürfte darüber hinaus sorgen, dass man den Etat Serviceplan abgenommen hat - nachdem die Agentur Scholz & Friends bei Saturn verdrängen konnte.

Die bisherige Kampagne stand unter dem Claim "Erstmal zu Penny". Das Unternehmen gehört zu den führenden Discountern in Deutschland. Im vorigen Jahr erzielte die Rewe-Tochter hierzulande mit rund 2250 Filialen und über 27.000 Mitarbeitern einen Umsatz von fast 7 Milliarden Euro. Rechnet man die Auslandsaktivitäten hinzu, ergibt sich ein Umsatz von über 10 Milliarden Euro. mam

Update: Bei Ogilvy legt man Wert auf die Feststellung, dass man nicht bis zuletzt mit im Rennen um den Etat war.
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