Discounter Aldi Süd vergibt Kreativetat an Ogilvy & Mather und Oliver Voss

Dienstag, 24. Mai 2016
Aldi arbeitet künftig mit Ogilvy und Oliver Voss zusammen
Aldi arbeitet künftig mit Ogilvy und Oliver Voss zusammen

Aldi rüstet im Werbekrieg der Discounter auf. Nach Aldi Nord (McCann) wird nun auch Aldi Süd mit festen Agenturpartnern zusammenarbeiten. Ogilvy & Mather in Düsseldorf und der Hamburger Dienstleister Oliver Voss sind ab sofort Leadagenturen des Mülheimer Handelsriesen. 

Ogilvy & Mather und die Oliver Voss Werbeagentur haben den prestigeträchtigen Etat in einem Pitch gewonnen. Wie Aldi mitteilt, werden die beiden Agenturen Aldi Süd ab sofort bei der strategischen Planung und professionellen Realisierung sämtlicher Marketingmaßnahmen unterstützen.

"Wir sind froh, gleich zwei starke Partner gefunden zu haben, die optimal zu uns passen und uns mit ihrem fundierten Know-how und kreativen Input zur Seite stehen", erklärt Sandra-Sibylle Schoofs, Marketingleiterin bei Aldi Süd. Das Ogilvy-Team um CEO Ulrich Klenke und Standortchef Carsten Kinast sowie die Kreativen der Oliver Voss Werbeagentur verfügen aus Sicht von Schoofs jeweils "über umfassende Erfahrungen sowohl im Bereich der integrierten Kommunikation als auch in der Branche des Lebensmitteleinzelhandels". Daher seien die Agenturen "bestens gerüstet für ihre Aufgabe bei Aldi Süd", so Schoofs weiter. 

Ruber Iglesias
Bild: McCann

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Ob Ogilvy und Oliver Voss mit Aldi Süd auch den Einstieg in die TV-Werbung umsetzen dürfen, ist unklar. Anders als die direkten Wettbewerber Lidl (Agentur: Freunde des Hauses), Penny (Serviceplan) und Netto (Jung von Matt) hat Aldi hierzulande bislang komplett auf das reichweitenstarke und markenbildende Medium verzichtet. Grund dürfte vor allem die Aufteilung in Aldi Nord und Aldi Süd sein, die auch aufgrund der unterschiedlichen Sortimente eine bundesweite TV-Kampagne erschwert. Warum der Discounter allerdings bislang auch im Internet auf Bewegtbildwerbung verzichtet, erschließt sich angesichts der regionalen Targetingmöglichkeiten des Mediums nicht. 

Ob sich das nun ändert, ist noch unklar. Marketingchefin Schoffs lässt sich nicht in die Karten gucken und kündigt lediglich an, Aldi Süd "auch in den kommenden Jahren mit passenden Marketingmaßnahmen" fördern zu wollen. Traditionell spricht der Discounter, der in Süd- und Westdeutschland rund 1860 Filialen betreibt, seine Kunden vor allem über Handzettel und Anzeigen an. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen erstmals mit einer von Preuss und Preuss entwickelten Out-of-Home-Kampagne experimentiert. Zudem spielt Onlinewerbung eine immer größere Rolle - bislang allerdings ohne Bewegtbild. mas

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