Dirty Driving LLR-Chef Arno Lindemann über die Vito-Kampagne für Mercedes-Benz

Dienstag, 07. Oktober 2014
Arno Lindemann und LLR haben mit "Dirty Driving" einen Youtube-Hit gelandet
Arno Lindemann und LLR haben mit "Dirty Driving" einen Youtube-Hit gelandet
Foto: LLR

Mit "Dirty Driving" sorgen Lukas Lindemann Rosinski (LLR) und Mercedes-Benz Vans derzeit im Netz für Furore - nach wenigen Tagen hat der Film bei Youtube bereits knapp 400.000 Klicks gesammelt. Offenbar hat das erfolgreiche Gespann aus Agentur und Kunde mit der romantischen Liaison zwischen Sportflitzer und Truck sowie der Zeugung des Kleintransporters Vito einen Nerv getroffen. LLR-Kreativchef Arno Lindemann verrät im Interview mit HORIZONT Online, wie die Kampagne entstanden ist, was Werbung für Nutzfahrzeuge ausmachen muss und wie viel 1980er-Jahre-Geist eigentlich durch seine Agentur weht.
Herr Lindemann, wie sah das Briefing für die Kampagne aus und wie kam es zur Idee zu "Dirty Driving"? Ziel war es, einen Film für den neuen Vito kreieren, der online schon mal für etwas Aufmerksamkeit sorgt und quasi die "Tür" für die breiter angelegte Einführungskampagne öffnet. Die Idee zu "Dirty Driving" war dabei ehrlich gesagt (wie so oft) eine der ersten. Sie entstand aus dem Produkt-Insight, dass der Vito sowohl mit Features der Mercedes-Benz Pkw als auch der Mercedes-Benz Trucks aufwarten kann. Da war es schon fast ein logischer Schritt sich die Frage zu stellen: Wie wäre es wenn ein Truck und ein Pkw Liebe machen? Nach vier Tagen hat "Dirty Driving" über 350.000 Youtube-Klicks gesammelt. Haben Sie mit einem solchen Erfolg gerechnet? Kann der Film vielleicht sogar zu einem deutschen "Epic Split" werden? Sich mit dem "Epic Split" messen zu wollen, wäre vermessen. Die beiden Arbeiten sind aus diversen Gründen nicht vergleichbar. Darüber hinaus lässt sich über den Wert der Währung "Youtube Views" natürlich auch länger diskutieren. Wir freuen uns aber dennoch natürlich sehr, dass "Dirty Driving" so gut angelaufen ist, dass die Leute sowohl unterhalten als auch hier und da etwas verstört sind, und dann schauen wir einfach mal, wo es den Film so hinführt.
Mercedes Vito
Bild: Bild: Mercedes/Screenshot Youtube

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Vielleicht auch ins TV? Ist ein Cut-down möglich oder sogar schon in Planung? Der Film ist vorerst als reiner Online-Film geplant. Dazu ist seit dieser Woche nun auch die klassische Einführungskampagne angelaufen mit Print, TV, Radio et cetera.

Auf den ersten Blick sind Nutzfahrzeuge ja nicht das allerattraktivste Produkt. Trotzdem ist manche Kampagne ziemlich aufwendig und genial - siehe Volvo Trucks und auch Mercedes-Benz Vans. Haben Sie eine Erklärung dafür, warum es gerade hier zu solchen viralen Erfolgen kommt? Wir haben mit Mercedes-Benz Vans seit über fünf Jahren einen Kunden, der uns vor allem in einem Punkt zustimmt: Gerade in den Nutzfahrzeug-Sparten muss man sich immer etwas mehr trauen als die Anderen. Wenn man sich den Wettbewerb anschaut, ist die Kommunikation meist absolut austauschbar. Um hier einen Punkt für die Marke zu machen, muss man einfach einen Ticken mutiger sein. Mit den Vans-Verantwortlichen haben wir da Kunden, die das auch so sehen. Erst MacGyver für den Citan, nun "Dirty Dancing" beim Vito - sitzen im LLR-Team eigentlich viele 1980er-Jahre-Fans? Das ist totaler Zufall, denn die Musik, die wir für diesen Spot ausgesucht haben, kam erst ganz spät im Schnitt dazu. Wir suchten schlicht und ergreifend nach dem besten Song für den Film. Dieser sollte die Geschichte auf ironische Art erzählen und sowohl romantisch als auch "tanzbar" sein. Und da kam dieser Song gerade richtig. fam
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