Deutscher Werbefilmpreis Dojo und Deezer räumen den Hatto für den besten Werbefilm ab

Montag, 23. März 2015
Der Deezer-Spot "Nutjob" ist der große Gewinner beim Deutschen Werbefilmpreis
Der Deezer-Spot "Nutjob" ist der große Gewinner beim Deutschen Werbefilmpreis
Foto: Deezer/Screenshot Youtube

Große Überraschung beim Deutschen Werbefilmpreis 2015: Der Gewinner in der Kategorie "Bester Werbefilm" heißt Dojo. Die Berliner Agentur und ihr Kunde, der Musikstreaming-Dienst Deezer, durften die begehrte "Hatto"-Trophäe für den Spot "Nutjob" entgegennehmen (Produktion: Bigfish, Regisseur: Micky Sülzer). 

Die meisten Gäste im Publikum bei der feierlichen Preisverleihung im Berliner Kino International hatten damit gerechnet, dass Heimat und Hornbach den Preis abräumen würden. Das kongeniale Agentur-Kunden-Team ging allerdings auch nicht leer aus: Für den Spot "Gothic Girl" gab es immerhin zwei Hattos in den Kategorien "Bestes Skript" und "Beste Regie" (Regisseur: Pep Bosch, Produktion: Trigger Happy). 

Zur Entscheidung für "Nutjob" sagt Jurypräsident Niels Alzen (Scholz & Friends): "Der Gewinnerfilm hat uns alle begeistert, weil er zeigt, wie man fernab von Marktforschungsergebnissen – nicht 1000 Mal getestet und rundgelutscht – erfolgreich sein kann. Man muss nicht im Rhythmus der Masse untergehen, man darf seiner eigenen Melodie folgen."

Insgesamt konkurrierten 456 Einsendungen um die Hattos. Neben "Nutjob" und "Gothic Girl" zählt der Audi-Film "Speed Wheels" von Marc Schölermann und der Thjnk-Tochter Loved zu den großen Gewinnern des Wettbewerbs. Er gewann gleich drei Preise in den Kategorien "Beste Kamera", "Bester Schnitt" und "Beste Komposition/Bestes Sounddesign".

Auch der kreative Nachwuchs wurde in Berlin gewürdigt: Djawid Hakimyar von der Filmakademie Baden-Württemberg überzeugte die Jury im Bereich "Nachwuchswerbefilm" mit seinem Spot "Feuchter Traum" für LBS. Den Förderpreis der Deutschen Werbefilmakademie (DWA) erhält Erik Ström für das Konzept "Killing The Tire Swing". Der Schwede bekommt 20.000 Euro zur Realisierung seines Films. Vorjahressieger Michael Rittmannsberger präsentierte erstmals vor großem Publikum seinen fertigen Amnesty-International-Spot "Der Verurteilte". 

Die Deutsche Werbefilmakademie (DWA) wurde 2013 von den deutschen Werbefilmproduzenten als unabhängige Instanz ins Leben gerufen. Sie zeichnet mit dem Deutschen Werbefilmprei jährlich die filmisch und handwerklich besten Arbeiten aus und verleiht auch den Förderpreis und den Nachwuchspreis. Im Unterschied zu anderen Wettbewerben können nicht nur Unternehmen, Produktionen und Agenturen, sondern jeder Interessierte kostenlos Werbefilme für eine Auszeichnung nominieren. bu

Meist gelesen
stats