Dentsu Aegis Network Deutsche McGarry Bowen wird in Isobar umbenannt

Donnerstag, 09. Oktober 2014
Haben sich für Isobar entschieden: André Limmer, Daniel Könnecke, Jörg Zabel (v.l.n.r.)
Haben sich für Isobar entschieden: André Limmer, Daniel Könnecke, Jörg Zabel (v.l.n.r.)
Foto: Foto: Isobar

McGarry Bowen ist erst zweieinhalb Jahre alt und verschwindet schon wieder vom deutschen Markt. Ob für immer, vermag angesichts der mehrfachen Namensänderungen der Düsseldorfer Dentsu-Tochter binnen kurzer Zeit niemand zu sagen. Fest steht vorerst nur: künftig segelt McGarry Bowen unter der Flagge von Isobar. International bleibt das Kreativnetzwerk indes weiter bestehen und geht in Südamerika den umgekehrten Weg, wo Isobar in Garry McBowen umbenannt wurde.

 Die deutsche Geschäftsführung besteht wie gehabt aus CEO Jörg Zabel, dem Digitalchef André Limmer und dem Kreativen Daniel Könnecke. Sie leiten die Agentur seit 2011, als Dentsu durch den Zusammenschluss von Cayenne mit Social Thinkers in den deutschen Markt eintrat. Ein Jahr später folgte die Umbenennung in Dentsu McGarry Bowen, damit wurde die Agentur mit ihren 90 festen Mitarbeitern zur größten Niederlassung des Networks außerhalb der USA.

Als die Dentsu-Gruppe im vergangenen Jahr die Londoner Aegis Group für vier Milliarden Euro übernahm, kauften die Japaner damit auch die 2004 gegründete Isobar. Im Neu- wie Bestandskundengeschäft setzt das deutsche Management von Isobar nun auf die Zusammenarbeit mit dem internationalen Network, das „genau wie wir im Digitalbereich sehr stark aufgestellt ist“, wie CEO Zabel erklärt. Dass die erneute Umfirmierung herzlich wenig mit stringenter Markenführung zu tun hat, ist den Agenturlenkern durchaus bewusst. „Aber dies ist eine logische Konsequenz unserer lokalen Geschäftsentwicklung und basiert auf den hiesigen Marktgegebenheiten. Isobar ist unsere Zukunft“, sagt Zabel.

Womöglich ist es aber genau umgekehrt: Nur durch die Umfirmierung von Garry McBowen hat Isobar eine Zukunft im deutschen Markt. Denn im Gegensatz zu anderen Ländern kommt das Network hierzulande nicht so recht vom Fleck. Als Erster versuchte der ehemalige Agenturmanager von Plan.Net Hamburg Carsten Kinast sein Glück bei dem Kreativnetwork und überführte ab 2012 die frühere Aegis-Tochter Xenion in die deutsche Isobar, indem er sie von Mediaaufgaben wie dem Einkauf von digitalen Werbeplätzen befreite. Doch Kinast hat die damals noch in Hamburg beheimatete Deutschlandzentrale von Isobar im Juni verlassen und will sich noch in diesem Jahr mit einem neuen Projekt im Markt zurückmelden.

Die Umsatzziele, die das aktuelle Isobar-Management anstrebt, sind indes ambitioniert, aber durchaus realistisch. In den kommenden fünf Jahren soll sich das Income der Agentur verdoppeln. Seit 2011 stieg der Umsatz von Dentsu respektive Dentsu McGarry Bowen jedes Jahr um 30 Prozent „und das wird auch 2014 und 2015 so sein“, prophezeit Zabel. Im vergangenen Jahr lag das Income bei mehr als sieben Millionen Euro. ejej

Meist gelesen
stats