D&AD Awards Leo Burnett und Scholz & Friends holen die einzigen Yellow Pencils für Deutschland

Freitag, 20. Mai 2016
Schon wieder gewonnen: Wie bereits bei der One Show kann Leo Burnett auch beim D&AD mit dem Verpackungsdesign der OH!-Saftflaschen überzeugen
Schon wieder gewonnen: Wie bereits bei der One Show kann Leo Burnett auch beim D&AD mit dem Verpackungsdesign der OH!-Saftflaschen überzeugen
Foto: One Show

Insgesamt 24 Preise konnten die deutschen Agenturen bei der gestrigen Verleihung der D&AD Awards entgegen nehmen. Dieses Jahr sind nur zwei Yellow Pencils - also Gold - mit dabei: Die begehrten Kreativpreise gehen an Leo Burnett Laeufer für das Verpackungsdesign der OH!-Saftflasche (Kunde: MyMuesli) sowie Scholz & Friends für das Grafikdesign des Projekts "Donate for Africa" im Auftrag der Deutschen Fundraising Company (DFC).

Key Visual aus der "Donate for Africa"-Kampagne von Scholz & Friends
Key Visual aus der "Donate for Africa"-Kampagne von Scholz & Friends (Bild: Scholz & Friends)
Daneben können sich Atelier BrücknerLeo Burnett und Ogilvy über je einen Graphite Pencil (= Silber) für Arbeiten im Auftrag der Kunden National Aquarium Denmark, Dunlop und Media Markt freuen. Wooden Pencils (= Bronze) gehen an BBDO, Flok Design, Grabarz & Partner, Jung von Matt, Leo’s Think Tank, Ogilvy, Serviceplan und Studio Yukiko. Leo Burnett, Ogilvy und Serviceplan zählen mit ihrer Ausbeute zu den erfolgreichsten deutschen Teilnehmern des Wettbewerbs. Grundsätzlich ist die Bilanz aus deutscher Sicht allerdings eher enttäuschend. Im Vergleich zum Vorjahr haben die hiesigen Kreativen deutlich schlechter abgeschnitten. Damals gab es 44-mal Edelmetall, darunter drei Yellow Pencils und sogar ein White Pencil, der neben den Black Pencils zur wichtigsten Auszeichnung des Wettbewerbs zählt. Mit diesem wichtigen Preis wurde damals der Anti-Nazi-Marsch „Rechts gegen Rechts“ von GGH Lowe und Grabarz & Partner geehrt. 

Während White Pencils für herausragende soziale, gemeinnützige oder nachhaltige Projekte vergeben werden, entspricht der Black Pencil einem Grand Prix ganz grundsätzlich einem Best-of-Show-Award. Dieses Jahr gab es insgesamt zwei Black und drei White Pencils. Die Black Pencils gehen an das britische Startup What3Words und deren Projekt „The World Addressed“ (Kategorie: Creativity for Good) sowie an „Mt Expo 2015“ von dem japanischen Designstudio Iyamadesign für den Kunden Kamoi Kakoshi (Kategorie: Spatial Design). 

Mit je einem White Pencils wurden folgende Arbeiten prämiert: „Security Moms“ von Ogilvy Brasil für Sport Clube do Recife (Brasilien), „Fairphone 2“ von Seymourpowell für Fairphone (Großbritannien) sowie „Clever Buoy“ von M&C Saatchi für Optus (Australien). 

Im Länderranking hat traditionell das Gastgeberland Großbritannien die Nase vorn. Die Briten holten 214 Trophäen. Auf dem Treppchen folgen die USA mit 145 und Frankreich mit 48 Pencils. Deutschland steht im Nationenvergleich nur auf Rang 9 und ist damit nicht nur schlechter als die bereits genannten Top 3, sondern auch als  Japan, Brasilien, Neuseeland, Australien und Singapur. bu

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