"Create Your Own Game" Adidas gibt Startschuss für erste Kampagne von 72andSunny

Donnerstag, 06. August 2015
Bayern-Stürmer Thomas Müller ist einer der Stars in der neuen Adidas-Kampagne
Bayern-Stürmer Thomas Müller ist einer der Stars in der neuen Adidas-Kampagne
Foto: Adidas

Heute ist ein großer Tag für Adidas: Der Sportartikelkonzern gab nicht nur die Halbjahreszahlen bekannt, sondern hat auch den Startschuss für die erste Arbeit seiner neuen Kreativagentur 72andSunny gegeben. Mit der globalen Kampagne soll bei Adidas eine "neue Ära" beginnen. Das hatte Adidas-Manager Jocelyn Robiot im März gegenüber HORIZONT Online angekündigt.
"Create Your Own Game" heißt der Auftritt, der das nächste Kapitel der im Februar gestarteten Mega-Kampagne "Sport 15" einläutet. Das Herzstück ist ein 90-sekündiger Spot, in dem neben den deutschen Fußball-Nationalspielern Mesut Özil und Thomas Müller auch der argentinische Superdribbler Lionel Messi vom FC Barcelona, Gareth Bale und James Rodriguez von Real Madrid aber auch NBA-Spieler Ricky Rubio die Hauptrolle spielen. Zu Bildern der Testimonials hört man aus dem Off die Kampfansage eines jungen Mannes, der die Profis als seine Gegner bezeichnet. Von ihnen habe er gelernt, aber nun will er sein eigenes Ding machen - und fordert dazu auch die Zuschauer auf. Seine Parole tippt er dabei auf seinem Smartphone ein und postet sie.

Szene aus dem 90-sekündigen Spot
Szene aus dem 90-sekündigen Spot (Bild: Adidas)
"Der Fußball hat sich verändert und wir möchten diejenigen feiern, die das Spiel prägen und erneuern", erklärt Eric Liedtke die Idee hinter der Kampagne. Ansprechen will der Markenvorstand der Adidas-Gruppe 14- bis 19-Jährige, die sich zwar von Sportstars wie Messi, Özil oder Müller inspirieren lassen - aber nicht genau wie sie sein wollen. "Wir wollen Sportfans ihre Idole nicht verbieten. Aber sie sollen die Leidenschaft und den Respekt, den sie für die Profis haben, in ihre eigene Interpretation des Sports umwandeln", ergänzt Adidas-Sprecher Oliver Brüggen.

Dies unterstreiche die grundlegende Veränderung, wie Adidas als Unternehmen kommuniziert, so Brüggen weiter. Um die Beziehung zur Zielgruppe noch persönlicher, noch intimer zu gestalten und den Output an kreativem und aktivierendem Content auf sozialen Plattformen zu steigern, hat der Sportartikelkonzern das Community-Management personell ausgebaut.

Die Weiterführung der weltweiten Kampagne zahlt auf den Open-Sorce-Ansatz ein, einem der Eckpfeiler der von CEO Herbert Hainer im März 2015 vorgestellten strategischen Marschroute "Create The New". In den kommenden fünf Jahren will Adidas näher an den Kunden rücken. Konsumenten, Sportler und Partner sollen stärker in die Entwicklung und Präsentation der Produkte einbezogen werden, um die Begehrlichkeit der Marke Adidas zu stärken.

Mesut Özil im neuen Adidas-Clip
Mesut Özil im neuen Adidas-Clip (Bild: Adidas)
Der Schwerpunkt von "Create Your Own Game" liegt auf den digitialen Kanälen Youtube, Instagram, Facebook und Twitter. Das Video ist auf sämtlichen Adidas-Kanälen zu sehen. Zusätzlich zeigt der Sportartikler den Clip auch im Kino und TV. Hierzulande wird er ab morgen auf Sendern wie ARD, RTL 2, Pro Sieben, Sport 1, Comedy Central, Viva und Sky zu sehen sein.

Adidas bestimmt heute die Nachrichten: Neben dem Start des neuen Kampagnenflights lässt der Konzern nämlich sowohl durch die Verkündung seiner überraschend positiven Bilanzzahlen als auch den Kauf der Fitness-App Runtastic aufhorchen. Trotz der kriselnden Golfsparte haben die Herzogenauracher ihren Umsatz von April bis Juni um 15 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro gesteigert. Die Ergebnisentwicklung konnte das Tempo aufgrund der hohen Marketinginvestitionen in "Sport 15" bzw. "Create Your Own Game" und dem Golfgeschäft nicht mithalten. Das Betriebsergebnis wuchs um 7,6 Prozent auf 234 Millionen Euro. Seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt das Unternehmen. 2015 soll der Umsatz währungsbereinigt im mittleren einstelligen Bereich steigen und der Gewinn um 7 bis 10 Prozent zulegen.

Die Agentur 72andSunny hatte sich den weltweiten Kreativetat von Adidas im März ohne vorherigen Pitch gesichert. Die New Yorker betreuen die Marke über sämtliche Sportarten hinweg. jm
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