Content Marketing Jung von Matt gründet eigene Inhouse-Produktion

Donnerstag, 20. Juli 2017
Leitet JvM/Play: Florian Panier
Leitet JvM/Play: Florian Panier
Foto: JvM

Jung von Matt reagiert auf die steigende Nachfrage nach Bewegtbild-Content. Am Stammsitz in Hamburg gründet die Agentur unter dem Namen Jung von Matt/Play eine Inhouse-Produktion. Die Unit, die aus der 18-köpfigen FFF-Abteilung hervorgeht, wird von Florian Panier geführt. Mit Gabriel B. Arrahnio ist ein aufstrebender Nachwuchsregisseur an Bord. 

Jung von Matt/Play gibt es bereits seit Juni 2016 in der Schweiz. Dass Jung von Matt das Schweizer Modell nun nach Hamburg holt, wird zum einen mit der vielversprechenden Zwischenbilanz der Züricher Niederlassung begründet. Zum anderen aber auch mit der "großen Nachfrage der deutschen Kunden". So hat die deutsche FFF-Unit, die nun in Jung von Matt/Play aufgeht, 2016 mit Kunden wie BMW, Vodafone, Innogy, "Welt" und der Elbphilharmonie siebenstellige Umsätze erwirtschaftet.

Hintergrund sind aber auch langfristige strategische Überlegungen. Denn mit dem Boom des Content Marketing, das immer bewegtbildlastiger wird, ist der Bedarf an Video-Content hierzulande dramatisch angestiegen. Jung von Matt begründet den Schritt in einer Mitteilung denn auch mit der "Explosion von Kanälen, Plattformen und Screens" und der "Segmentierung von Kundengruppen". Dies habe zur Folge, dass für all diese Kundengruppen auch individuelle Werbeformate produziert werden müssten.

Jung-von-Matt-Chef Thomas Strerath hat mit Jung von Matt/Play viel vor. Ziel sei es, mit der Inhouse-Produktion die Basis für einen Full-Service von Strategie, Kreation und Produktion für Bewegtbild-Content zu legen. "Es geht nicht um mehr und billiger, sondern um smarter und faster", so Strerath. 

Die Entscheider der klassischen Filmproduktionsfirmen werden das nicht gerne hören. Gleichwohl bemüht sich Jung von Matt, Ängste zu zerstreuen. Es gehe nicht darum, Playern wie Markenfilm, Tempomedia und Co Konkurrenz zu machen. Dem Vernehmen nach soll sich Jung von Matt/Play vor allem um die Produktion all der vielen, kleinen Onlinefilme kümmern, die für die diversen Kanäle und Screens benötigt werden. Die "Menge und Geschwindigkeit, in der diese Formate produziert werden müssen", lasse die klassische arbeitsteilige Herstellung über Filmproduktionen oft zu langsam und aufwändig erscheinen, heißt es bei Jung von Matt. Bei den großen Brand-Filmen, etwa für Kunden wie Vodafone, will Jung von Matt dem Vernehmen nach weiterhin mit externen Produktionsfirmen zusammenarbeiten.

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Damit ist klar, dass Jung von Matt/Play auch gegen die neuen Player antritt, die die Content-Marketing-Fahne hochhalten. Denn Unternehmen wie C3, Territory und die Kommunikationsagentur Fischer-Appelt, die mit Fischer-Appelt Play ebenfalls eine eigene Bewegtbild-Unit gegründet hat, haben es ebenfalls auf diese Etats abgesehen. Und sind in dem Markt bereits gut unterwegs. So hat Territory kürzlich beim "Best of Content Marketing Award" mit einem Bewegtbildformat für Porsche zweimal Gold geholt. Auch C3 holte mit einem Werbefilm für die Deutsche Bank Gold. mas

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