Comeback Boris de Malvinsky meldet sich mit Misstresstech zurück

Freitag, 27. Juni 2014
Boris de Malvinsky (unten rechts) startet mit Partnern die Agentur Misstresstech (Foto: Agentur)
Boris de Malvinsky (unten rechts) startet mit Partnern die Agentur Misstresstech (Foto: Agentur)

Nachdem Boris de Malvinsky zwei Jahre lang von der Agenturbühne verschwunden war, meldet sich der ehemalige "Mister Media-Markt" zurück. Zusammen mit drei Partnern hat er in Hamburg die Agentur Misstresstech gegründet. Vorige Woche hat de Malvinsky, einst Co-Chef der Agentur Kemper Trautmann (heute: Thjnk), die Zusammenarbeit mit Freiheit.com Technologies, den Inhabern der US-Agentur Mistress Creative und dem früheren Vivaldi-Consultant Hartmut Heinrich notariell besiegelt. Die Agentur residiert mit direktem Blick auf das Millerntorstadion im Herzen von St. Pauli unweit der Reeperbahn und verfügt vom Start weg über mehr als 110 Mitarbeiter. Rund 40 davon arbeiten bei Mistress Creative in Los Angeles. Die Agentur hat mit Arbeiten für Mattel bereits Cannes-Löwen gewonnen. Weitere 70 Mitarbeiter sind für Freiheit.com als Physiker, Mathematiker und Informatiker tätig. Der Kontakt von de Malvinsky zu Firmenchef Stefan Richter stammt aus seiner früheren Zeit bei Jung von Matt. Dort realisierte Freiheit.com das erste Intranet für die Kreativagentur.

Zum Angebot von Misstresstech gehören zwar auch alle klassischen Kommunikationsformen und -kanäle inklusive TV. "Aber es ist wichtig, die Aufmerksamkeit in persönliches Engagement zu überführen und am Ende Kundenbeziehungen aufzubauen und das geht heute nicht mehr ohne Software", unterstreicht de Malvinsky. Nachhilfe von IT-Firmen, wie sie zuletzt Google den Kreativagenturen angeboten hat, brauchen er und seine Partner eigenen Angaben zufolge nicht. "Kreativität ist heute ohne Software nicht mehr denkbar", sagt Beratungsstratege Hartmut Heinrich. Entsprechend lautet das Credo von Mistresstech: "Die erste kreative Kommunikationsagentur, bei der gilt: Software first."

Die Agentur hat bereits zwei Startkunden, für die erste Projekte umgesetzt werden. Um wen es sich dabei handelt, soll vorerst allerdings nicht bekannt werden. ejej

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 26/2014 vom 26. Juni
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