Chevrolet-Rückzug Diese Agenturen sind betroffen

Freitag, 06. Dezember 2013
Chevrolet zieht sich aus Europa zurück (Logo: GM)
Chevrolet zieht sich aus Europa zurück (Logo: GM)

Noch ist es einige Zeit hin. Aber die Ankündigung von General Motors, die Marke Chevrolet vom europäischen Markt zu nehmen, dürfte auch die betroffenen Agenturen aufhorchen lassen. Das Unternehmen hatte gestern bekannt gegeben, sein Europa-Geschäft ab Anfang 2016 bei den Konzernmarken Opel und Vauxhall zu bündeln und sich mit Chevrolet zurückzuziehen. Von dem Schritt erhoffen sich die Verantwortlichen eine Stärkung der Marken Opel und Vauxhall. Chevrolet hat hierzulande einen Marktanteil von 0,9 Prozent, europaweit liegt er laut Presseberichten bei einem Prozent. Ob sich diese Anteile eins zu eins auf die Schwestermarken übertragen lassen, bleibt abzuwarten. Opel kommt hierzulande derzeit auf einen Marktanteil von 7 Prozent. Die Entscheidung von General Motors wird als Erfolg für das Opel-Management um den Vorstandsvorsitzenden Karl-Thomas Neumann gewertet.

Von dem Schritt, sich mit Chevrolet aus Europa zu verabschieden, sind verschiedene Dienstleister betroffen. Mit einer eigenen klassischen Werbeagentur hat die GM-Marke in Deutschland zuletzt allerdings nicht mehr zusammengearbeitet. Die Kreation entwickelt das vor zwei Jahren eigens für Chevrolet etablierte Konstrukt Commonwealth. Dabei handelt es sich um ein Joint Venture der Agenturen Goodby, Silverstein & Partners (Omnicom) und McCann-Erickson (Interpublic). Für den europäischen Markt ist das Büro in Mailand zuständig. Im deutschsprachigen Raum kooperiert die Agentur mit MRM in Frankfurt.

Auf Media-Seite ist die Agentur Carat aus der Aegis-Gruppe betroffen. Sie hatte sich Anfang 2012 den internationalen Mediaetat von General Motors für alle Konzernmarken gesichert. Für die regionale Mediabetreuung ist die Agentur Moccamedia in Trier verantwortlich. Bei der Pressearbeit in Deutschland wird Chevrolet aktuell von der Frankfurter Agentur PSM&W unterstützt. Dort gehört die US-Automarke zu den großen Kunden. Ob und wie die Zusammenarbeit mit dem Konzern weitergeht, ist aktuell unklar. Dafür ist die Nachricht noch zu frisch. Und bis zum geplanten Rückzug Ende 2015 ist es ja auch noch Zeit. mam
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