Cannes Shortlists Noch einmal 23 Finalplätze für deutsche Agenturen

Freitag, 26. Juni 2015
Media-Markt und Ogilvy schaffen es mit ihren Osterhasen auf die Shortlist
Media-Markt und Ogilvy schaffen es mit ihren Osterhasen auf die Shortlist
Foto: Media-Markt
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Cannes Thjnk Shortlist BBDO Serviceplan


Wie performen deutsche Agenturen bei den diesjährigen Cannes Lions? Eingereicht haben sie zwar weniger als im Vorjahr, aber es kommt dennoch die stolze Summe von rund einer Million Euro für alle deutschen Einsendungen zusammen. Das sind jedoch Peanuts im Vergleich zu dem, was der Veranstalter mit den weltweiten Einreichungen einnimmt: 22.086.960 Euro. Einen ersten Hinweis darauf, für wen sich diese Investition am Ende gelohnt haben könnte, liefern die Shortlists, die HORIZONT Online an dieser Stelle gebündelt präsentiert.

26. Juni: Deutsche Agenturen gehen mit 23 Nominierungen ins Finale

Am Freitag werden traditionell die letzten Shortlist-Plätze verkündet. Und die deutschen Agenturen haben in den Kategorien Branded Content & Entertainment, Film Craft sowie Titanium & Integrated insgesamt noch einmal 23 Finalplätze ergattert. Bei Film Craft sind es acht: Saatchi & Saatchi (für Vorwerk) und Thjnk (für Audi Service) wurden gleich zweimal nominiert, außerdem freut sich BBDO über zwei Finalplätze (für Smart und Smart E-Bike). Ergänzt wird das Finale um Heimat (für Hornbach) und Leo's Thjnk Tank (McDonald's). Ingesamt schafften es 177 Arbeiten auf die Shortlist. In der Kategorie Branded Content & Entertainment haben die deutschen Agenturen noch ein paar Chancen mehr. Gleich dreimal nominiert wurde der Radio-Gand-Prix-Gewinner Grey (für Soundcloud), je zwei Chancen haben das "Hasen-Rasen" von Ogilvy für Media-Markt und der Spendenlauf "Nazis gegen Nazis" von GGH Lowe und Grabarz & Partner (für Exit). Über einen Finalplatz freuen können sich auch DDB (für die Telekom), BBDO (für zwei verschiedene Smart-Spots und für Fashion Revolution) sowie Kolle Rebbe (für Lufthansa). Hier nominierte die Jury insgesamt 143 Einreichungen für das Finale.

In der Kategorie Titanium & Integrated gibt es drei deutsche Chancen auf Löwen. Auf die 37 Arbeiten umfassende Shortlist schafften es BBDO (für Smart), Grey (für Soundcloud) und GGH Lowe/Grabarz & Partner (für Exit). Vergeben werden die Löwen in den drei Kategorien am Samstagabend.

25. Juni: Sieben Chancen auf Film-Löwen

Die deutschen Agenturen haben in diesem Jahr insgesamt sieben Chancen, in der Kategorie Film einen Löwen abzuräumen. Über gleich drei Nominierungen kann sich Thjnk freuen: Der monumentale Film für Audi Service ist zweimal in der Finalrunde mit dabei, der McDonald's-Spot "Popov der Clown" einmal - diese Arbeit entstand im Rahmen der Kollaboration zwischen Thjnk und Leo Burnett. Außerdem ergatterten Saatchi & Saatchi Düsseldorf für Vorwerk, Kolle Rebbe für Protonet, Heimat für das Hornbach-Gothic-Girl und das Computerspiel-Label Deep Silver aus München einen Platz auf der Shortlist.

Insgesamt schafften es 277 Arbeiten in die Finalrunde, drei weniger als im Vorjahr. Damals hatten die deutschen Agenturen acht Chancen auf einen Löwen, heraussprangen zwei Bronze-Löwen. Jury-Vorsitzender ist in diesem Jahr Tor Myhren, Präsident und weltweiter CCO von Grey.

25. Juni: Creative Data mit vier deutschen Finalisten

Bei dem erstmals ausgetragenen Wettbewerb Creative Data liegen noch vier Arbeiten aus Deutschland im Rennen um die begehrten Löwen. Gleich drei davon kommen von der Agenturgruppe Serviceplan. Sie geht mit "Les Paul Skill Check" für Gibson Guitar, "Antonymous - The Digital Smoke Bomb" für die Piratenpartei und "The Game Report" für Bytro Labs in die Schlussrunde. Ebenfalls im Finale dabei: Die Arbeit "ECRM-Revolution" von der Hamburger Agentur Track (früher Rapp Germany) für den Kunden McDonald's. Insgesamt gab es 31 Einsendungen aus Deutschland in dieser Kategorie. Deutscher Juror bei Creative Data ist Serviceplan-Kreativchef Alexander Schill.

23. Juni: Shortlists für Glass, Cyber, Design, Radio und Product Design bringen deutschen Agenturen 73 weitere Löwenchancen

Mit einem gut gelaunten Publikum und sehr viel Applaus für den „Wunsiedel-Marsch“ ist die erste Preisverleihung der Cannes-Woche am gestrigen Abend über die Bühne gegangen. Mit insgesamt 73 weiteren Shortlist-Platzierungen können die deutschen Agenturen auch heute wieder auf einige Löwen hoffen. 

Los geht’s mit der Shortlist der erstmals ausgetragenen Glass Lions: Hier hat Deutschland keine Eisen mehr im Feuer, die beiden Einreichungen haben es nicht ins Finale geschafft. Von den 166 internationalen Einreichungen in dieser Kategorie hat die Jury 18 dafür ausgewählt, die aus 13 Ländern kommen.

Die meisten Finalplätze haben die Deutschen in der Kategorie Design geholt: Hier kämpfen 27 von 172 Einsendungen weiter gegen die Konkurrenz. Mehr Shortlistplätze haben nur die USA (39) und Japan (36) ergattert. Aus deutscher Sicht können sich Kolle Rebbe mit 6, Serviceplan mit 5 und BBDO mit 4 Platzierungen Hoffnungen machen.

In der Kategorie Cyber geht Deutschland mit 21 Shortlistplätzen in den Endspurt. Eingereicht hatten die deutschen Agenturen mit  167 Arbeiten 9 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Insgesamt haben 330 Wettbewerbsbeiträge noch Chancen auf eine Auszeichnung. Überragend ist die vorläufige Ausbeute der USA, die mit 132 Finalplätzen alle anderen Nationen weit hinter sich lassen. Deutschland liegt auf Rang vier, davor hoffen Großbritannien (37) und Frankreich (24) auf eine möglichst gute Umwandlung.

Radiospots haben die deutschen Agenturen in diesem Jahr besonders viele eingereicht: Immerhin 28 Prozent mehr als 2014 sind ins Rennen gegangen. 22 Arbeiten von den 179 Wettbewerbsbeiträgen sind noch dabei. Damit haben die deutschen Designer ähnlich gute Chancen wie Südafrika (27 Shortlistplätze), die USA (24) und Australien (22).

In der Kategorie Product Design waren die hiesigen Agenturen dagegen deutlich schwächer als 2014 vertreten: Nur 12 Arbeiten  und damit 14,3 Prozent weniger haben sie eingeschickt. Von ihnen können drei auf einen Löwen in der kleinen Kategorie hoffen – insgesamt sind 23 Arbeiten aus 13 Ländern auf der Shortlist, 4 aus den USA sowie jeweils drei aus Japan, Kolumbien und Deutschland. 

22. Juni: 46 deutsche Hoffnungsträger in den Kategorien Creative Effectiveness, Media, Outdoor und PR

 Der Montagmorgen in Cannes beginnt nicht nur mit strahlendem Sonnenschein, sondern auch der Bekanntgabe von vier weiteren Shortlists. In der Sparte Creative Effectiveness kommen von den insgesamt 160 Einreichungen 27 in die nächste Runde. Deutschland hat noch eine von den acht eingereichten Arbeit im Rennen: Dabei handelt es sich um die vor zwei Jahren in Cannes vergoldete Smart-Kampagne „Offroad“ von BBDO Berlin

Bei den Media Lions kommen 294 von insgesamt 3178 Einsendungen in die Endrunde. Darunter sind 13 Arbeiten aus Deutschland (Einsendungen: 159). Freuen können sich: BBDO Berlin für Smart, DDB Berlin für Volkswagen GGH Lowe und Grabarz & Partner für Exit Germany, Grey Düsseldorf für Germanwings (2x), Heye München für Mammut, Mediacom für Dell (2x), Ogilvy Frankfurt für Media Markt, Publicis Pixelpark Berlin für IG St. Pauli (2x), Serviceplan für Sky Deutschland (2x).

Weiter geht es mit den Outdoor Lions. Hier wurden 5037 Arbeiten eingereicht, um die Löwen konkurrieren jetzt noch 469 Beiträge. Deutschland konnte 21 ihrer 227 Einsendungen in einen Shortlistplatz umwandeln.

Die nominierten deutschen Agenturen sind: BBDO Berlin für Smart (2x) und Fashion Revolution, DDB Hamburg für Ikea, Grey Düsseldorf für Hanse Merkur (3x) und Germanwings (3x), GGH Lowe und Grabarz & Partner für Exit Deutschland, Heimat Berlin für Henkel Loctide, Lukas Lindemann Rosinski für Mercedes-Benz Vans (3x), Razorfish Berlin für Audi, Ogilvy Frankfurt für Powerade, Serviceplan für Stiftung Fürs Leben, Thjnk Hamburg für The German Pace Society und Audi und Whitevoid Berlin für die Stadt Berlin.

Ebenfalls am heutigen Montag hat die Jury der PR Lions ihr Vorrundenergebnis veröffentlicht. 200 von 1969 Einsendungen konkurrieren jetzt noch um die Löwen. Deutschland konnte 11 Arbeiten auf der Shortlist platzieren. Weiterhin im Rennen sind Arbeiten, die auch bereits in anderen Kategorien überzeugen konnten: BBDO Berlin für Smart (2x), GGH Lowe und Grabarz & Partner für Exit Deutschland (3x), Ketchum Pleon Berlin für Fashion Revolution (2x), Publicis Pixelpark für UBS,  Razorfish für Audi und Whitevoid für die Stadt Berlin (2x).

21. Juni: Shortlists für Direct, Mobile, Press und Promo & Activation stehen fest

Die nächsten Jurys der Cannes Lions haben ausgesiebt: Von den insgesamt 4470 Einreichungen in der Kategorie Press schafften es 518 in die nächste Runde. Das klingt sehr viel, allerdings werden diese Einzelmotive bei der Löwenvergabe zu Kampagnen zusammengefasst. Bei den Mobile Lions kamen weniger als 10 Prozent aller 1246 Einsendungen weiter. Hier konkurrieren noch 109 Arbeiten um die Löwen.

Deutschland hat bei den Press Lions noch 24 Einzelmotive im Rennen. Folgende Agenturen können sich Hoffnungen auf einen Löwen machen: BBDO Berlin (1x für Mars Pedigeee, 2x für Smart), Grabarz & Partner (3x für Volkswagen), Grey Düsseldorf (3x für Hanse Merkur Krankenversicherung, 3x für Geers Hörakustik, 3x für Germanwings), Heimat Berlin (2x für Henkel Loctite), Lukas Lindemann Rosinski (3x für Mercedes-Benz Sprinter) und Scholz & Friends (4x für Adolf Wuerth). In dieser Festivalsparte können Brasilien und die USA mit 72 respektive 70 Nominierungen die meisten Shortlistplätze für sich verbuchen.

Bei den Mobile Lions sind fünf deutsche Arbeiten in der Endrunde. Es handelt sich um Kampagnen von Iconmobile Group Berlin für Procter & Gamble's Oral B, Ogilvy Frankfurt für Media Markt, Razorfish Berlin für Audi TT und Serviceplan (2x für Gibson Gitarren). Auch hier haben die USA mit 43 Nominierungen aktuell die Nase vorn.

Ebenfalls offiziell sind nun auch die Shortlists für Direct sowie Promo & Activation Lions. Bei den Direct Lions können die deutschen Teilnehmer 19 Nominierungen für sich verbuchen. Eingereicht haben sie 137 Arbeiten. Insgesamt 277 von 2813 Einsendungen in die nächste Runde.

Die deutschen Hoffnungsträger sind BBDO Berlin mit Arbeiten für Smart (2x) und WWF, GGH Lowe und Grabarz & Partner für Exit Deutschland (3x), Grey Düsseldorf für Germinwings (2x) Heimat für Hornbach und Swisscom, Interone für O2 (2x), Ogilvy Frankfurt für Coke light und Media Markt, Serviceplan für Sky Deutschland (2x), Stiftung fürs Leben und Gibson Gitarren (2x). In dieser Sparte haben die USA mit 50 Shortlistplätzen erneut das beste Zwischenergebnis erzielt.

In der Kategorie Promo & Activation reicht es für 22 Shortlistplätze für Deutschland. Eingereicht haben die hiesigen Agenturen 157 Arbeiten. Insgesamt schickte die Jury 300 von 3196 Einsendungen weiter.

Die nominierten deutschen Agenturen sind BBDO Berlin für Fashion Revolution und Smart (2x), GGH Lowe und Grabarz & Partner für Exit Deutschland (3x), Grey Düsseldorf für Germanwings (2x), Heimat für Hornbach, Leo Burnett für Fiat, Ogilvy Frankfurt für Powerade und Media Markt, Serviceplan für Stiftung Fürs Leben, Gibson Gitarren (2x), KFC und Sky Deutschland (5x), Thjnk Hamburg für Ikea. Hier liegen einmal mehr die USA mit 57 Platzierungen an der Spitze. 

19. Juni: Fünf Shortlistplätze für Deutschland bei Lions Health

Bei Health & Wellness schafften es
FCB Hamburg mit zwei Outdoor-Motiven für Nivea Sund in den nächste Runde. Außerdem nominiert: Die Hamburger Agentur Mayd mit dem Kampagnenmotiv "Bangtris" im Auftrag der Aids-Hilfe Hamburg sowie Serviceplan mit "Life Time Clock", einer Arbeit, die für die Organspendeorganisation Stiftung Fürs Leben entstanden ist. Mutabor Design ist in der Kategorie Pharma eine Runde weiter. Die Hamburger Agentur überzeugte die Jury mit der Kampagne "Voiceprint" im Auftrag der Deutschen Stimmklinik.

Von den 1430 Health & Wellness-Einsendungen haben insgesamt 180 Arbeiten die erste Hürde genommen. Deutschland hatte 47 Beiträge eingereicht. Im Bereich Pharma konkurrierten ursprünglich 432 Einsendungen um die Löwen, darunter gerade mal vier aus Deutschland. 79 Arbeiten sind noch dabei. Die größten Hoffnungen in der Kategorie Health & Wellness können sich die brasilianischen Agenturen machen (36 Shortlistplätze), bei den Pharma Lions liegt Großbritannien vorne (24 Shortlistplätze).
bu

15. Juni: BBDO und Ogilvy mit Chancen auf einen Innovation Lion

Die erste Shortlist der diesjährigen
Cannes Lions ist veröffentlicht - und Deutschland kann zum Auftakt zwei Ausrufezeichen setzen. Hoffnungen auf einen Löwen in der Sparte Innovation Lions, die zum nunmehr dritten Mal herausragende technologische Arbeiten würdigt, können sich BBDO und Ogilvy machen.

Das Berliner Büro von
BBDO liegt mit der Kreation "The Dancing Traffic Light" für die Daimler-Marke Smart weiterhin im Rennen (Produktion: Bigfish). Diese konnte bereits bei den Webby Awards sowie der One Show punkten. Ebenfalls eine Runde weiter wählten die Juroren um Jurychef Nick Law, Global CCO von R/GA, die Fressnapf-Arbeit "Smartbowl" von Ogilvy Düsseldorf.

Insgesamt haben es 34 der 226 Einreichungen auf die Shortlist geschafft. Die meisten Eisen im Feuer haben die USA mit acht Shortlistplatzierungen, gefolgt von Großbritannien, Japan und China mit jeweils drei. Im Vergleich zum Vorjahr sendeten Agenturen weltweit knapp zehn Prozent mehr Arbeiten in dieser Wettbewerbssparte ein. Die Kategorie Innovation wird in diesem Jahr erstmals im Rahmen eines eigenen Festivals zelebriert, ein Teil davon ist die brandneue Kategorie Creative Data. jm
Cannes
Bild: Cannes Lions

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