Cannes Lions „Wer mehr über Sex spricht, verkauft mehr Autos“

Sonntag, 19. Juni 2016
Sam Gomez diskutiert mit Mobeen Azhar und Cindy Gallop (v.l.)
Sam Gomez diskutiert mit Mobeen Azhar und Cindy Gallop (v.l.)
Foto: Cannes Lions
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Sex, Kommunikation, Insights. Aus diesen drei Zutaten lassen sich Geschäftserfolge für werbungtreibende Unternehmen mischen, ist sich Cindy Gallop, Gründerin von MakeLoveNotPorn und letztjährige Glass Lions Jury-Chefin, sicher.
 „Marken wollen immer mehr über ihre Kunden wissen, um mehr Produkte verkaufen zu können. Warum kommunizieren sie dann nicht über den fundamentalen Treiber menschlichen Verhaltens: Sex“, fragt Gallup bei der Diskussion „Sex: The final Frontier“ mit dem Journalisten und Filmemacher Mobeen Azhar und Sam Gomez, Joint Head of Strategy bei der Strategieberatungsfirma Flamingo Group.
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Im Auto hätten unzählige Menschen Sex, solche Fakten würden die Automobilhersteller bei der Produktentwicklung aber konsequent ignorieren. Dabei wäre das doch ein hilfreicher Insight, um die Rückbank besser an die Kundenbedürfnisse anzupassen, so Gallop: „Marken und Werbung haben die Pflicht, zu analysieren, was Sex für ihre Produkte bedeutet“.

„Marken und Werbung haben die Pflicht, zu analysieren, was Sex für ihre Produkte bedeutet.“
Cindy Gallop
Gallop betont vor vollbesetztem Saal im Palais du Festival,  dass es ihr in der Debatte um eine neues Verständnis von Sex gehe. Das dokumentiere die Website MakeLoveNotPorn, auf der Nutzer und Unterstützer ihres Projekts Filme von sich und anderen beim Sex zur Verfügung stellen. Gallop will „den Unterschied zwischen der objektivierten Welt der Pornoindustrie und der Realität in Schlafzimmern, auf Autositzen und Küchenschränken zeigen“.

Unterschiede im Umgang mit dem Thema sieht Azhar bei verschiedenen Generationen nicht. „Das Internet hat Sex demokratisiert. Jeder hat Zugang zu allem, was aber nicht damit gleichzusetzen ist, dass jeder beispielsweise über Risiken Bescheid weiß und darüber redet“, so Azhar. „Die Menschen wie die Marken sollten aufhören, Angst zu haben, was andere von ihnen denken, dann wäre es einfacher, eigene Bedürfnisse zu formulieren und bessere Kommunikation zu machen“, schließt Gallup an. Stereotype Darstellungen von Frauen und Männern in der Werbung würden damit auch zurückgehen, ist Gallop sicher, die 30 Jahre in Agenturen gearbeitet hat. ems
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