Branca-Shots für Alle So springen Kolle Rebbe und Scholz & Friends auf die Fernet-Branca-Diskussion auf

Mittwoch, 08. November 2017
Scholz & Friends macht aus dem "#FernetStorm" kurzerhand eine Recruiting-Aktion
Scholz & Friends macht aus dem "#FernetStorm" kurzerhand eine Recruiting-Aktion
© Facebook

Fernet-Branca hat offensichtlich einen nachhaltigen Eindruck in der Kreativszene hinterlassen. Die Kommentare zu dem umstrittenen "Werber"-Plakat in Hamburg-Ottensen reißen nicht ab. Während die einen Beschwerde beim Deutschen Werberat eingereicht haben und die anderen darüber die Köpfe schütteln, gibt es Agenturen, die den Hype um die viel diskutierte Kampagne mit Humor für ihre eigenen Zwecke nutzen. Kolle Rebbe und Scholz & Friends gehören dazu.
Aber alles der Reihe nach. Worum geht es eigentlich? Der Distributor von Fernet-Branca, Borco-Marken-Import, hat vorige Woche ein von der Agentur Pilot getextetes Plakat geschaltet, auf dem zu lesen ist: "Früher gab es hier ehrliche Arbeiter. Jetzt gibt es Werber". Das fand der Chef von GGH Mullen Lowe Benedikt Holtappels ebenso wenig witzig wie GWA-Vorstandsmitglied und Jung-von-Matt-Werber Raphael Brinkert. Auf Facebook machten sie ihrem Unmut Luft. Brinkert hat sogar eine Beschwerde beim Deutschen Werberat eingereicht. Daraufhin folgten hitzige Diskussionen im Social Web sowie ein spitzer Kommentar von Hartwig Keuntje, der auf HORIZONT Online veröffentlicht wurde.
Fernet Branca Werbermotiv 2017
Bild: Facebook.com/holtappels

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Jetzt springen mit Kolle Rebbe und Scholz & Friends weitere renommierte Kreativagenturen auf das Thema an. Kolle Rebbe postete auf seiner Facebook-Seite ein Bild mit der Headline: "Früher gab es hier ehrliche Hafenarbeiter. Jetzt gibt es hier ...". Das Social-Media-Team von Fernet-Branca machte als einer der ersten einen Vorschlag, womit man die Satzlücke füllen könnte: "Branca Shots".
Mit Scholz & Friends meldet sich nun auch die Agentur zu Wort, die Holtappels und Brinkert mit ihrer Entrüstung über das Plakat ursprünglich verteidigen wollten. Die WPP-Tochter hat ihren Sitz nämlich in Ottensen und ist dort bei Anwohnern nicht gerade beliebt. Scholz & Friends geht gar nicht auf die vermeintliche Beleidigung ein.
Die Agentur bedient sich stattdessen eines anderen Motivs aus der Kampagne und verknüpft es mit einer Stellenanzeige in eigener Sache. Damit ist ihr ein sauberer Konter geglückt, der vielleicht endlich eine Schlusspunkt unter diese doch reichlich bizarre Diskussion setzt. bu
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