Bilanz Serviceplan legt weiter zu - vor allem im Ausland

Montag, 21. Juli 2014
Serviceplan-Gruppenchef Florian Haller (Foto: Agentur)
Serviceplan-Gruppenchef Florian Haller (Foto: Agentur)

Die Serviceplan-Gruppe freut sich über ein weiteres Rekordjahr. Deutschlands größter inhabergeführter Kommunikationsdienstleister hat den Honorarumsatz im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 um 16 Prozent auf 252 Millionen Euro gesteigert. Auch die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich weiter und liegt aktuell bei 1900. Für das nationale Ranking hatte Serviceplan ein Honorarvolumen von 202 Millionen Euro gemeldet - ohne Auslands- und interne Umsätze. Am stärksten konnte Serviceplan im Ausland zulegen. Hier erhöhte sich das Honorarvolumen von 17 auf 38 Millionen Euro. Damit trägt das internationale Geschäft inzwischen 15 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Im vorigen Jahr hatte Serviceplan einen Strategiewechsel eingeläutet. Statt wie früher vor allem mit der Digitalagenturmarke Plan.Net in andere Länder zu gehen, setzt man seither auch dort auf die Dachmarke Serviceplan und das integrierte Modell "Haus der Kommunikation". In diesem Zusammenhang wurde die Tochterfirma Liquid Campaign auf Serviceplan umgeflaggt.

Wermutstropfen: Nicht zuletzt durch die Investitionen im Ausland ist der Pro-Kopf-Umsatz um rund 9 Prozent auf 134.000 Euro zurückgegangen. Die Rendite bewegt sich laut Gruppenchef Florian Haller aber weiterhin im zweistelligen Bereich. Konkrete Angaben zum Gewinn macht er nicht.

Von den insgesamt 34 Millionen Euro, die die Gruppe addieren konnte, stammen etwas 20 Millionen aus dem Ausland, der Rest wurde in Deutschland erzielt. Standort- und markenübergreifend hat man laut eigenen Angaben 70 nationale und international 100 (!) neue Projekte und Etats gewonnen, darunter Aufgaben von Hülsta, Walt Disney, Vaillant und Friendscout 24, Thomas Cook und Danone. Den Großteil des Umsatzes (32 Prozent) erzielen nach wie vor die unter der Marke Serviceplan geführten Agenturen. Plan.net sowie die Mediaagentur Mediaplus tragen 22 beziehungsweise 21 Prozent bei. Die Marken Facit (Marktforschung) und Saint Elmo's erwirtschaften zusammen rund 6 Prozent des Umsatzes.

"Wir sind sehr stolz auf unser diesjähriges Ergebnis. Besonders international haben wir richtig Fahrt aufgenommen und uns wunderbar weiterentwickelt. Unserem Ziel, die erste integrierte, innovative und unabhängige Agenturgruppe weltweit aus Deutschland heraus zu werden, sind wir damit ein gutes Stück nähergekommen", schwärmt Hauptgeschäftsführer Florian Haller. Zuletzt musste seine Agentur allerdings einige Rückschläge hinnehmen. So gingen die Etats für Eon, BMW Pkw (national), BMW Motorrad (international), Penny und Miele verloren. Wenig erfolgreich verlief für Serviceplan auch das Cannes-Festival 2014 - nach einer guten Bilanz bei deutschen ADC. mam
Meist gelesen
stats