Baumarktkette Hornbach und Heimat bauen die Welt wieder auf

Freitag, 18. September 2015
Im aktuellen Hornbach-Spots bauen Menschen unterschiedlichster Herkunft gemeinsam "die Welt" wieder auf
Im aktuellen Hornbach-Spots bauen Menschen unterschiedlichster Herkunft gemeinsam "die Welt" wieder auf
Foto: Heimat

Die Baumarktkette Hornbach und sein Stammbetreuer Heimat sind bekannt dafür, den Claim "Es gibt immer was zu tun" mit jeder Kampagne auf möglichst ungewöhnliche Weise neu zu interpretieren. Der jüngste Aufschlag bezieht das Motto auf die ganze Welt und die derzeit heikle politische Lage in vielen Teilen Europas.

Dreh- und Angelpunkt ist wie immer ein TV-Spot, der durchaus Assoziationen zum europäischen Flüchtlingsdrama, den Kriegen in Syrien und dem Nahostkonflikt wecken soll. Der Film zeigt Menschen aller Couleur und Glaubensgemeinschaft, die mit viel Energie, Gemeinschaftssinn, Tatendrang und Humor das größtmögliche Bauprojekt anpacken: die Welt, symbolisiert durch ein marodes Haus, das zuvor vor ihren Augen zusammengebrochen ist. Dabei bleibt Hornbach seinem Stil treu und zeigt die Ereignisse keineswegs gefühlsduselig oder weichgezeichnet. Vielmehr findet sich auch der der typische Hornbach-Wahnsinn wieder. "Was im Projekt tagtäglich gelebt wird; wo oft nur das Miteinander losgelöst von sozialem Status und Herkunft zum Gelingen führen kann, das hat Vorbildfunktion für die Welt, in der wir alle leben", sagt Julia Ziegelmann, Leiterin Markenkommunikation bei der Baumarktkette. 

Heimat-Kreativchef Guido Heffels ergänzt: "Es war uns wichtig, kein Urteil abzugeben, sondern mit Witz und Charme die übergeordnete Bedeutung des Slogans zu inszenieren." Zudem sei es quasi eine Revolution, so viele verschiedene Ethnien und Kulturen in einem Werbespot zu zeigen.

Regie bei dem Spot, der ganz einfach mit "Es gibt immer was zu tun" betitelt ist, führte der Spanier Pep Bosch, der schon bei früheren Hornbach-Kampagnen hinter der Kamera stand. Produziert wurde der Film von Trigger Happy in Berlin. Die Musik kommt von Thomas Berlin

"Flagge bekennen" lautet das Motto der begleitenden Printkampagne
"Flagge bekennen" lautet das Motto der begleitenden Printkampagne (Bild: Heimat)
In dem Spot bekennen die Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Religionen Flagge für eine neue Welt. Dieses Thema wird in der begleitenden europaweiten Print- und Plakat-Umsetzung wörtlich genommen. Die Motive zeigen stilisierte Flaggen und tragen Headlines wie "7000 Sprachen, aber nur ein Weg, den Nagel in die Wand zu hauen. Es gibt immer was zu tun". Zu sehen sind sie als Riesenposter auf Baustellen, auf Plakatflächen und als Bannerwerbung.

Parallel dazu, in den Motiven per Unterzeile bereits angekündigt, wird es eine globale Aktion namens "The Global Flag Project" geben. Mehr dazu wollen Kunde und Agentur aber erst im Laufe der Kampagne bekannt geben. bu

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