BVDW Kreativranking Serviceplan ist die Nummer 1 im Bereich digitale Kreation

Donnerstag, 23. Februar 2017
Plan.Net-Kreativchef Markus Maczey und sein Team haben maßgeblich zum digitalen Kreativerfolg der Gruppe beigetragen
Plan.Net-Kreativchef Markus Maczey und sein Team haben maßgeblich zum digitalen Kreativerfolg der Gruppe beigetragen
Foto: Serviceplan
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Serviceplan BVDW Kreativranking Kreation Cheil Jung von Matt


Auch dieses Jahr gibt es wieder viel Bewegung im BVDW-Kreativranking. Nur eines ist seit der Erstauflage der Rangliste vor zwei Jahren unverändert: Serviceplan steht erneut mit riesigem Abstand auf Platz 1 und darf sich weiterhin damit rühmen, Deutschlands beste Agentur für digitale Kreation zu sein. Mehr als 2000 Kreativpunkte trennen die Gruppe von ihren Verfolgern Jung von Matt und Cheil.

Markus Maczey, Kreativchef der Serviceplan-Digitaltochter Plan.Net, führt den großen Erfolg auf die übergreifende digitale Denkweise innerhalb der Gruppe zurück: "Wir trennen da eigentlich gar nicht zwischen den Einheiten. Selbst wenn eine digitale Idee von Serviceplan oder dem Innovation Team kommt, ist Plan.Net als Partner oder Berater mit dabei."

Die besten deutschen Agenturen im Bereich digitale Kreation

Rang 2017Rang 2016AgenturPunkte gesamt
11Serviceplan / plan.net*3346
2-Jung von Matt1326
37Cheil Germany889
42Denkwerk852
517Leo Burnett781,5
611Publicis Pixelpark680
76Heimat671,5
89Scholz & Volkmer641
94DDB Group Germany616
1012Grabarz & Partner485,5
118BBDO Group Germany403
1216Kolle Rebbe375
1218Razorfish**369
14-Sapient Nitro**365
15-Demodern359
1619C3 Creative Code and Content320
1724Ogilvy & Mather Germany305
18-Mediaplus Gruppe291,5
1929Fischer-Appelt262,5
20-Melting Elements218
2120Scholz & Friends203
2223UDG United Digital Group202
23-MEC183
24-Elbkind179
2522Wysiwyg Software Design176
26-Deutsche Telekom160
2725Philipp und Keuntje157
28-Dunckelfeld143
29-Neue Gestaltung123
30-M.I.R. Media118
Quelle: BVDW (*Die Agenturen treten bei Awards als eine Agenturmarke auf und reichen ihre Arbeiten gemeinsam ein. **Razorfish und Sapient Nitro sind inzwischen zu Sapient Razorfish verschmolzen.)

Insgesamt gewann Serviceplan in der vergangenen Award-Saison mit rund 20 verschiedenen Projekten mehr als 80 Kreativpreise in unterschiedlichen Digitalkategorien. Entstanden sind die preisgekrönten Arbeiten im Auftrag von Kunden wie Sky, Deutscher Anwaltverein und Epiphone sowie in Eigenregie (letzteres gilt für die App "WhatsGerman").

Von einer derart erfreulichen Bilanz sind die kreativen Wettbewerber weit entfernt. Es fällt dennoch auf, dass sie eine breitere Klaviatur bespielen. Bei Jung von Matt beispielsweise reicht das Spektrum preisgekrönter Arbeiten von der App ("Der Tag" für die "FAZ") bis zum digitalen Bewegtbild ("Inferno" für Falter). Anke Herbener, Vorsitzende des Fachkreises Fullservice-Digitalagenturen im BVDW, stellt fest, "dass inzwischen alle digitalen Kanäle genutzt werden und die Bandbreite definitiv gestiegen ist". Ihr Vize im Verband, Stefan Mohr, teilt ihren Optimismus nur bedingt. Zum Status quo der deutschen Digitalkreation sagt der Geschäftsführer von JvM/Next Alster: "Uns fehlt nach wie vor eine gewisse Lässigkeit. Und wir müssen kreatives Storytelling noch besser mit den technologischen Möglichkeiten, die bereits vorhanden sind, verschmelzen."

„Uns fehlt nach wie vor eine gewisse Lässigkeit. Und wir müssen kreatives Storytelling noch besser mit den technologischen Möglichkeiten, die bereits vorhanden sind, verschmelzen.“
Stefan Mohr
Wie im Vorjahr wird das Ranking von klassisch geprägten Kreativagenturen dominiert. Eine Ausnahme bildet Cheil. Die frühere Samsung-Inhouse-Agentur war in der Vergangenheit nicht eben für kreative Exzellenz bekannt. Das scheint sich gerade nachhaltig zu ändern. Im BVDW-Kreativranking stand sie vor zwei Jahren auf Platz 20, 2016 reichte es für Position 7 und jetzt ist sie in die Top 3 vorgedrungen. Kreativchef Roland Rudolf kann sich noch mehr vorstellen: "Nächstes Jahr Platz 2 wäre schon ein erstrebenswertes Ziel. Aber darauf arbeiten wir sicherlich nicht zwanghaft hin."

Cheil hat sich zuletzt sehr intensiv mit dem Thema Virtual Reality auseinandergesetzt. Von den insgesamt sieben verschiedenen Punkten, die bei Kreativwettbewerben überzeugen konnten, sind vier im VR-Bereich angesiedelt. "Während andere noch mit dieser Technologie experimentieren, machen wir damit schon große Kampagnen", so Rudolf.

Herbener bescheinigt dem Thema VR ebenfalls großes Potenzial, wenngleich die Branche hier noch am Anfang stünde. Wichtige Themen für 2017 seien außerdem Influencer- und Realtime-Marketing, Data Driven und Programmatic Creativity. "Diese Trends müssen wir mehr denn je mit Storytelling kombinieren", ergänzt Maczey. bu

 

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