Autowerbung Zum goldenen Hirschen verliert Fiat-Etat / Parasol Island und Accenture übernehmen

Donnerstag, 25. Februar 2016
Hirschen-CEO Martin Blach freut sich über weiteres Wachstum
Hirschen-CEO Martin Blach freut sich über weiteres Wachstum
Foto: Hirschen Group
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Fiat WPP Parasol Accenture Maren Dragon


Rückschlag für die Frankfurter Niederlassung der Agentur Zum goldenen Hirschen (ZgH): Die Fiat-Gruppe, für die man zum Start der Zusammenarbeit 2012 zunächst ein kleines Projektbüro und bald darauf eine eigene Agentur eröffnet hatte, gehört nicht mehr zu den Kunden der WPP-Beteiligung. Entsprechende Informationen bestätigt Maren Dragon, Leiterin Marketingkommunikation bei Fiat.
Für den italienischen Autobauer kümmerte sich die Agentur um die klassische und digitale Werbung für die Marken Alfa Romeo und Lancia. Außerdem hielt sie die Digitaletats der drei anderen Konzernmarken Fiat, Fiat Professional und Jeep. Deren klassische Werbung entwickelt sich Leo Burnett. Die Aufgaben von ZgH haben andere Dienstleister übernommen. Um die Präsenz der Fiat-Marken auf Plattformen wie Facebook und Instagram kümmert sich beispielsweise die Produktionsfirma Parasol Island. Für strategische Themen spielt zudem Accenture Digital eine wichtige Rolle. Mit dem Agenturableger der IT-Beratung hat Fiat soeben einen Car-Konfigurator auf Basis einer Augmented-Reality-Anwendung präsentiert. Mit Accenture arbeitet der Autokonzern auf internationaler Ebene zusammen, jetzt soll diese Kooperation auch in Deutschland ausgebaut werden.

Was die Entscheidung für die Zukunft von ZgH in Frankfurt bedeutet, bleibt abzuwarten. CEO Martin Blach betont, dass der Standort nicht infrage stehe. Mit Kunden wie dem Hessischen Rundfunk, der "Frankfurter Rundschau" und dem Energieversorger Mainova sei eine solide Basis vorhanden. Die Zusammenarbeit mit Fiat habe sich bereits im vorigen Jahr deutlich reduziert und laufe demnächst ganz aus. An der Spitze des Main-Büros stehen Christian Floeck (Beratung) und Alexander Priebs-Macpherson (Kreation). Der frühere Standortchef Marius Darschin war im Herbst vorigen Jahres zu Gruner + Jahr gewechselt. mam
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