Auto-Units WPP feilt an dem Agenturmodell für Ford

Donnerstag, 09. Januar 2014
WPP richtet das Team für Ford neu aus (Foto: Blue Hive)
WPP richtet das Team für Ford neu aus (Foto: Blue Hive)

Die Werbeholding WPP stellt die Exklusiveinheit für den Autokunden Ford neu auf. Künftig firmiert der Verbund aus den Agenturen Ogilvy, Wunderman und Mindshare, der in Europa und Asien bislang als Blue Hive agiert, unter Global 313. Hintergrund sind wohl nicht zuletzt markenrechtliche Probleme. So war das Label Blue Hive nicht weltweit schützbar. In Nordamerika heißt die Agentur für Ford, zu der dort auch Mitarbeiter von Y&R und JWT gehören, Team Detroit. Neben dem neuen Namen - 313 ist die Vorwahl von Detroit, in dessen Nähe der Kunde seinen Stammsitz hat - arbeitet WPP an der Aufstellung der Einheit. So sollen die Arbeitsprozesse schneller und direkter werden. Geplant ist, stärker als einheitliche Agentur aufzutreten und weniger als loser Verbund. Die Strategie, internationalen Großkunden maßgeschneiderte Angebote mit den Kompetenzen mehrerer Agenturen aus der Gruppe anzubieten ("Horizontality"), wird von WPP-Chef Martin Sorrell forciert.

Auch in Deutschland soll das neue Modell für Ford umgesetzt werden. Die gesellschaftsrechtlichen Voraussetzungen sind bereits auf den Weg gebracht. Ende 2013 wurde das bisherige Ogilvy Brand Center in Düsseldorf, wo die Betreuung des Autokunden gebündelt ist, in Global 313 umbenannt. Zudem wurden abgetrennte Räume für das Ford-Team etabliert. Dort sitzen künftig auch die Mitarbeiter für Ford von Wunderman und Mindshare.

Wie das Management von Global 313 in Deutschland aussieht, steht offenbar noch nicht endgültig fest. Bislang ist nur Finanzer Dirk Lapaz als Geschäftsführer eingetragen. Sven Crone (Beratung) und Bernd Grellmann (Kreation), die sich als Managing Directors operativ um den Kunden kümmern, sollen an Bord bleiben. Dem Vernehmen nach ist aber geplant, die Aufgaben neu zu verteilen. mam
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