Aus für Reklamefilmpreis Stadt Frankfurt stellt die Förderung ein

Donnerstag, 22. Mai 2014
Der Reklamefilmpreis ist schon wieder Geschichte
Der Reklamefilmpreis ist schon wieder Geschichte

Der Reklamefilmpreis kann nicht mehr stattfinden. Wie die Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Frankfurt Anja Obermann bestätigt, stellt die Stadt ihre Unterstützung ein. Das Loch, das dadurch in die Kassen der Organisatoren um Mark Gläser von Group.ie gerissen wird, ist offenbar zu groß, um es kurzfristig zu schließen. Laut einem Bericht des "Journal Frankfurt" hat die Stadt Frankfurt die Veranstaltung bislang mit einem Betrag von 50.000 Euro pro Jahr unterstützt - etwa ein Viertel der Gesamtkosten. Obermann äußert sich nicht zu dem konkreten Betrag. Den Ausstieg begründet sie mit Sparmaßnahmen, zu denen die Wirtschaftsförderung gezwungen sei, nachdem ihr beantragtes Budget von rund 1,5 Millionen Euro auf rund 500.000 Euro gekürzt worden sei. Zudem müsse man einen zusätzlichen Konsolidierungbeitrag von 300.000 Euro erbringen, so Obermann.

Ausdrücklich betont die Chefin der Wirtschaftsförderung, dass die Entscheidung nicht als Kritik am Reklamefilmpreis zu verstehen sei. Der Schritt habe ausschließlich finanzielle Gründe. Award-Veranstalter Gläser war bislang nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Er hatte den Reklamefilmpreis im Jahr 2012 als Nachfolger des VDW Award (Deutscher Werbefilmpreis) ins Leben gerufen. Ob sich die Sparmaßnahmen der Stadt Frankfurt auch auf ihr Engagement beim GWA Effie auswirken, ist bislang nicht bekannt. mam

Update: Inzwischen hat sich auch Mark Gläser gemeldet. Er bedauert die Entscheidung und erklärt, dass man versucht habe, andere Geldgeber zu finden, nachdem sich schon zu Jahresbeginn abzeichnete, dass die Stadt Frankfurt ihr Engagement reduzieren wird. Leider seien die Bemühungen aber ohne Erfolg geblieben.   
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